Berlin liest: Die besten Literatur-Events im August

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Berlin liest: Sommerfrische mit Literatur kann man auch in Berlin haben: z.B. im Literarischen Colloqium am Wannsee, wo im August einige Lesungen stattfinden.

Donnerstag, 3. August, 19 Uhr
Literarisches Colloquium Berlin
Das Helvetische Fest. Literatur und Musik aus der Schweiz
Julia Weber liest aus ihrem Roman Immer ist alles schön (Limmat Verlag). Jens Steiner stellt sein neues Buch Mein Leben als Hoffnungsträger (Arche) vor. Und das Duo Nomi-Nomi, bestehend aus den Schriftstellern Noëlle Revaz und Michael Stauffer, präsentiert Sprachspielereien mit Fingerspitzengefühl, Geist und Humor in Deutsch, Französisch und diversen Schweizer Dialekten.
Eintritt 8€/5€

Samstag & Sonntag, 5./6. August, 14 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Döblins Berlin. Literarischer Spaziergang
„Als Schüler, Student, Arzt, Journalist, Dichter hat Döblin vierzig Jahre lang den Aufstieg Berlins zur Industrie- und Kulturmetropole begleitet, ehe ihn die Nationalsozialisten zur Flucht zwangen. Michael Bienert leitet seit 1991 literarische Spaziergänge zum Roman „Berlin Alexanderplatz“, für sein jüngstes Buch „Döblins Berlin“ hat er Schauplätze zwischen Brecht-Haus und Volksbühne recherchiert.“
Eintritt 5€/3€ Anm. erforderlich unter Tel. 030-2822003

Samstag, 5. bis Freitag, 11. August, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Alfred-Döblin-Woche
Eine ganze Woche liegt im Literaturforum im Brecht-Haus der Fokus auf Alfred Döblin: Montag geht es um „Döblins Orte“, Dienstag heißt es „Döblins Prosa und Poetik: Die frühen Romane zwischen Realismus, Historie und Utopie“, Mittwoch „Döblins Kurzprosa und Poetik: Erzählungen und Novellen“, Donnerstag geht es um „Döblins Essayistik und Publizistik“ und Freitag um „Döblins Alte und Neue Medien“. So kann man den Schriftsteller umfassend kennenlernen!
Eintritt 5€/3€

Montag, 14. August, 20 Uhr
Literarisches Colloqium Berlin
Hausgäste – Tal Nitzán, Juliana Kálnay, Anna Ospelt und Luise Boege in Lesung und Gespräch
„Ein Hausgästeabend mit vier Gastautorinnen aus drei Ländern“: Tal Nitzán gehört zu den wichtigsten Stimmen der jüngeren israelischen Dichtung, mit ihrem Gedichtband Zu deiner Frage erschien 2015 erstmals eine Auswahl ihrer Texte auf Deutsch . Juliana Kálnay debütierte im Frühjahr mit Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens und Anna Ospelt ist in der „Babelsprech“-Anthologie »Lyrik von jetzt 3« mit Gedichten vertreten und verfasste den journalistischen Portraitband Sammelglück.
Eintritt frei

Mittwoch, 16. August, 20 Uhr
Literarisches Colloqium Berlin
Romane in der Rotunde: Lesung mit Aris Fioretos aus seinem Roman Mary
„Mary, so heißt die Architekturstudentin, von deren Leidensweg der Schriftsteller Aris Fioretos in seinem gleichnamigen Roman (Hanser Verlag, aus dem Schwedischen von Paul Berf) erzählt. Sie ist 23 Jahre alt und von einem Studentenführer schwanger, als sie 1973 von der griechischen Militärjunta verschleppt wird. Die Leserinnen und Leser folgen Mary in die Verliese des Geheimdienstes und auf die Insel Gyaros. Dorthin wurden Oppositionelle gebracht, die dem Regime ein Dorn im Auge waren, um sie mit schlimmsten Peinigungen zu brechen und zum Verrat zu zwingen.“
Eintritt 8€/5€

Donnerstag, 17. August, 20 Uhr
Literarisches Colloqium Berlin
Romane in der Rotunde: Lesung mit Fiston Mwanza Mujila aus seinem Roman Tram 83
„Eine kaputte, laute Großstadt in Afrika; der einzige Nachtclub vor Ort, in dem sich ehemalige Kindersoldaten und Studenten über den Weg laufen; die zwei ungleichen Freunde Lucien und Requiem; eine Sprache, deren Rhythmus vom Jazz eines John Coltrane getrieben ist – das sind die Zutaten für Fiston Mwanza Mujilas Roman Tram 83.
Eintritt 8€/5€

Dienstag, 22. August, 20 Uhr
Literarisches Colloqium Berlin
Romane in der Rotunde: Lesung mit Thomas Melle aus seinem Roman Die Welt im Rücken
„Thomas Melle, Autor, Dramatiker und Übersetzer, hat drei durchlebte manisch-depressive Phasen in seinem Buch »Die Welt im Rücken« (Rowohlt Berlin) beschrieben. Dabei ist »Die Welt im Rücken« weit mehr als ein bloßer Krankheitsbericht, es ist ebenso ein wilder Ritt durch Berlin und seine Kulturszene der letzten zwanzig Jahre.“
Eintritt 8€/5€

Donnerstag, 24. August, 20 Uhr
Literarisches Colloqium Berlin
Lesung von Ingo Schulze aus Peter Holtz. Sein glückliches Leben von ihm selbst erzählt
„Warum soll man Geld für seine Fassbrause zahlen, wenn es am Ende doch wieder bei der Gesellschaft landet? Wieso freut sich niemand mit einem, wenn man schon als Vierzehnjähriger von der Stasi angeworben wird? Warum, kurz gesagt, kapiert einfach keiner, was für ein Glück es ist, im Sozialismus zu leben? Peter Holtz versteht die Welt nicht. Und sie versteht ihn nicht. Aber in all seinem Idealismus und seiner Naivität kann man ihm einfach nicht böse sein. Ingo Schulzes neuer Held ist ein Schelm, der nicht weiß, wie ihm geschieht.“
Eintritt 8€/5€

Dienstag, 29. August, 20 Uhr
Literarisches Colloqium Berlin
Lesung mit Natascha Wodin aus Sie kam aus Mariupol
„Natascha Wodin erzählt die Geschichte ihrer ukrainischen Mutter, die 1943 als „Ostarbeiterin“ mit ihrem Mann nach Deutschland verschleppt wurde und sich 1956 das Leben nahm. Ein Zufallsfund im Internet führt die Autorin zur Rekonstruktion einer tragischen und hochdramatischen Familiengeschichte, in die sich die Spuren individueller und kollektiver Gewalt tief eingegraben haben.“
Eintritt 8€/5€

Dienstag, 29. August, 20 Uhr
Literaturhaus Berlin
Marcus Braun liest aus Der letzte Buddha 
„Im Jahre 1995 erkannte der Dalai Lama in einem sechsjährigen Jungen den elften Panchen Lama, den zweithöchsten Würdenträger Tibets. Chinas Regierung zog den Jungen aus  dem Verkehr und installierte an seiner Stelle den Sohn regimetreuer Kader. Marcus Braun lässt den echten Heiligen zwanzig Jahre später wiederauftauchen, ausgerechnet in Kalifornien, er heißt Jonathan und scheint den Sinn des Lebens im Surfen gefunden zu haben…“
Eintritt 5,-€/3,-€

Mittwoch, 30. August, 20 Uhr
Literarisches Colloqium Berlin
Ijoma Mangold liest aus Das deutsche Krokodil
„Mit Das deutsche Krokodil hat der Literaturkritiker Ijoma Mangold seine Geschichte geschrieben: In den siebziger Jahren wächst er in Heidelberg auf. Seine Mutter stammt aus Schlesien, sein Vater ist aus Nigeria nach Deutschland gekommen, um sich zum Facharzt für Kinderchirurgie ausbilden zu lassen. Weil es so verabredet war, geht er nach kurzer Zeit nach Afrika zurück und gründet dort eine neue Familie. Erst zweiundzwanzig Jahre später meldet er sich wieder und bringt Unruhe in die Verhältnisse. Wie wuchs Ijoma Mangold als „Mischlingskind“ und „Mulatte“ in der Bundesrepublik auf?“
Eintritt 8€/5€

Mittwoch, 30. August, 20 Uhr
Literaturhaus Berlin
Sabrina Janesch liest aus Die goldene Stadt 
„Am 24. Juli 1911 soll der Amerikaner Hiram Bingham Machu Pichu, die verlorene Stadt der Inkas, entdeckt haben. Doch plötzlich kommt da noch ein Deutscher ins Spiel: Augusto R. Berns, der 1842 in Uerdingen/Krefeld, der damals preußischen Rheinprovinz, geborene Rudolf August Berns, der die Stadt schon um 1876 entdeckt haben soll..“

Foto: Eugenio Mazzone

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