Berlin liest: Die besten Literatur-Events im Oktober

Literatur

Das Highlight im Oktober ist natürlich ganz klar die Frankfurter Buchmesse! Aber auch für alle, die in Berlin bleiben, kann Literatur in diesem Monat eine große Rolle spielen.

Mittwoch, 4. Oktober, 20 Uhr
Backfabrik Berlin
Lana Lux liest aus „Kukolka“
„Ukraine. 90er Jahre. Große Party der Freiheit. Manche tanzen und fressen oben auf dem Trümmerhaufen der Sowjetunion, andere versuchen noch, ihn zu erklimmen. Viele sammeln bloß die Krümel ein. Auch Samira. Mit sieben Jahren macht sie sich auf die Suche nach Freiheit, Wohlstand und Deutschland.“

Montag, 16. Oktober, 20 Uhr
Literarisches Colloqium Berlin
„Gesellschaft als Urteil – Im Herzen der Gewalt“
Gespräch und Lesung mit Didier Eribon & Édouard Louis
„Gemeinsam zu Gast sind Didier Eribon und Édouard Louis, deren Bücher für gleichermaßen großes Aufsehen sorgen, weit über Frankreich hinaus. Nach »Rückkehr nach Reims« führt Didier Eribon in »Gesellschaft als Urteil« (Suhrkamp, aus dem Frz. von Tobias Haberkorn) seinen Versuch der Zeitdiagnose fort.“ Édouard Louis, Schüler von Eribon, stellt seinen Debütroman Im Herzen der Gewalt vor.
Eintritt 8€/5€

Dienstag, 17. Oktober, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Sabine Peters liest aus „Alles Verwandte“
„Zwei Freundinnen, beide Künstlerinnen, verbringen eine gemeinsame Zeit in der urtümlichen Landschaft Portugals. Sie erkunden die Gegend, lernen Nachbarn kennen und sprechen über ihre Erinnerungen, über Kunst und Literatur und den Lauf des Lebens im Allgemeinen.“ Sabine Peters stellt ihren neuen Roman vor.
Eintritt 5€/3€

Dienstag, 17. Oktober, 20 Uhr
Palais in der Kulturbrauerei
Ingo Schulze liest aus „Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst“
„Peter Holtz will das Glück für alle. Schon als Kind praktiziert er die Abschaffung des Geldes, erfindet den Punk aus dem Geist des Arbeiterliedes und bekehrt sich zum Christentum. Als CDU-Mitglied (Ost) kämpft er für eine christlich-kommunistische Demokratie. Doch er wundert sich: Der Lauf der Welt widerspricht aller Logik.“ Ingo Schulze liest aus seinem neuen Roman, der auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stand.
Vvk 10€/AK 12€

Donnerstag, 19. Oktober, 20 Uhr
Akademie der Künste, Pariser Platz
Buchpremiere: Michael Opitz liest aus „Wolfgang Hilbig. Eine Biographie“
„Zehn Jahre nach seinem Tod erscheint nun die erste große Biographie über Wolfgang Hilbig. Bis heute gilt der 1941 in Meuselwitz bei Leipzig geborene und 1985 in die Bundesrepublik übergesiedelte Autor mit seiner Prosa und seinen Gedichten als einer der sprachmächtigsten Autoren der deutschen Literatur – und als einer ihrer geheimnisvollsten Außenseiter.“
Eintritt 6€/4€

Dienstag, 24. Oktober, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Natascha Wodin liest aus „Sie kam aus Mariupol“

„Natascha Wodins Mutter wurde 1943 zusammen mit ihrem Mann aus der Ukraine – aus Mariupol – ins nationalsozialistische Deutschland verschleppt. Dort wurden die „Ostarbeiter“ zur Zwangsarbeit eingesetzt. Die Autorin geht dem Schicksal ihrer Mutter nach“ – obwohl sie eigentlich so gut wie nichts hat, außer ihren eigenen Erinnerungen. Ein biographisches Buch, welches mich tief beeindruckt und teilweise auch verstört hat.
Eintritt 5€/3€

Dienstag, 24. Oktober, 20 Uhr
Literarisches Colloqium Berlin
Colson Whitehead liest aus „Underground Railroad“
„Cora ist nur eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht, doch wie und wohin? Da hört Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven.“ Colson Whitehead stellt seinen neuen Roman Underground Railroad (erschienen bei Hanser) vor.
Eintritt 8€/5€

Mittwoch, 25. Oktober, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Michael Rutschky liest aus „In die neue Zeit. Aufzeichnungen 1988–1992“
Michael Rutschky ist „ein einzigartiger Beobachter und Erklärer des bundesrepublikanischen Alltagslebens. Nun legt er seine Aufzeichnungen der Wendejahre 1988 bis 1992 vor: „In die neue Zeit“.
Eintritt 5€/3€

Mittwoch, 25. Oktober, 19 Uhr
Akademie der Künste, Hanseatenweg
Ausstellungseröffnung: „Benjamin und Brecht. Denken in Extremen“
„Die Beziehung zwischen Walter Benjamin (1892–1940) und Bertolt Brecht (1898–1956) ist eine außergewöhnliche Konstellation. Höchst unterschiedlich geprägt, nähern sich der Kritiker und der Dichter in der Weimarer Republik einander an. Sie diskutieren Grundfragen der Kunst und der Politik in einer Form, die bis heute Spannungen erzeugt. Im Exil entsteht eine verlässliche Freundschaft.“ Die Ausstellung zeigt das Dokumentierbare dieser Freundschaft und arbeitet heraus, was daran für uns heute noch aktuell und relevant ist.
Ausstellungseröffnung: Eintritt frei. Die Ausstellung läuft im Anschluss bis zum 28.1. und kostet 9€/6€ Eintritt.

Foto:Jonathan Meyer

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