Der Hype um die Bestseller oder: Du musst dein Lesen ändern

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Warum springt bei mir manchmal der Funke nicht über? Und warum braucht es einen Hype nach dem anderen? Meine Meinung zum Trubel um Bestseller. 

„Sie werden über dieses Buch reden wollen“: Als im Frühling der Roman Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara erschien, ließ ich mich zunächst mitreißen. Zwar war ich aufgrund des schon im Klappentext anklingenden Themas nicht so eingenommen, dass ich mir das Buch selber gekauft hätte, aber ich lieh es mir mit großer Vorfreude aus. Einige Literaturblogger-Kollegen und Kolleginnen, auf deren Meinung und Geschmack ich vertraue, hatten das Buch wärmstens empfohlen. Nicht ohne den Zusatz, dass sie es bei der Lektüre zeitweise hätten weglegen müssen – so aufwühlend sei es gewesen.

Es sollte also ein leichtes sein, sich ebenfalls in den Kosmos der vier jungen und später nicht mehr so jungen Männer hineinziehen zu lassen, mit Gänsehaut und erschrockener Miene ihren Erlebnissen zu folgen. Oder? Ich las. Und las. Und las – doch der Funke wollte nicht überspringen. Bis Seite 300 sei es zugegeben etwas ruhiger, beruhigte man mich, aber dann komme die Geschichte in Fahrt!

Ich las weiter. Und las. Und las. Doch nichts geschah, oder vielleicht geschah doch etwas, doch ließ es mich so kalt wie die Serie um Fifty Shades of Grey. Bei Seite 600 – immerhin bei der Hälfte des Buches! – gab ich auf. Yanagihara und ich, das würde nichts mehr werden. Dennoch war ich enttäuscht. Warum hatte es bei mir nicht „funktioniert“?

Warum dieser Hype?

Nichts spricht gegen Bestseller. Im Gegenteil: Oft sogar hat es absolut seine Berechtigung, dass ein Buch an allen erdenklichen Stellen besprochen, gelobt und empfohlen wird! Doch manchmal, in letzter Zeit sogar häufiger, frage ich mich: Wo kommt eigentlich dieser Hype her, der immer wieder um ein Buch aufgebaut wird? Muss das sein, damit die Verkaufszahlen sich stabil halten? Oder bin ich schlichtweg eine „schwierige“ Leserin, mit zu hohem literarischen und intellektuellen Anspruch, der mit den meisten Bestsellern einfach nicht korrespondiert? Nicht jeder liest in seiner Freizeit gerne Arno Schmidt, so ein lustiger page turner kann sehr erholsam sein. Und dennoch.

Mit Meine geniale Freundin von Elena Ferrante konnte ich mich für ein paar Stunden gemütlich auf das Sofa zurückziehen, fragte mich aber zwischendurch beständig, ob ich wirklich 300 Seiten lang immer wieder über den Notenspiegel und die Lernfortschritte von Elena informiert werden möchte und ob das der Hauptinhalt dieser angeblich fesselnden Story sei? Dieses Buch tat nicht weh, wirkte aber auch eher belanglos. Nun gut, auch hier wurde ich aus verlässlicher Quelle bestärkt, den zweiten Band zu lesen.

Du musst dein Lesen ändern

Kurz, worauf ich eigentlich hinaus möchte: Ich bin müde. Erschöpft von dem Gewese und Getue des Literaturbetriebs, der in vielen Fällen zweijährlich oftmals alle Kraft auf einen massentauglichen Kassenschlager konzentriert, den wir Blogger dann reihum alle besprechen, und die womöglich „wahren Perlen“ dabei vernachlässigt. Damit möchte ich niemanden diskreditieren, jeder soll das lesen, was ihm/ihr Spaß macht! Aber ich muss etwas ändern: gefühlt habe ich in letzter Zeit so viel mittelmäßiges gelesen, war nur selten so richtig mit Haut und Herz und Haaren in einer Geschichte gefangen.

In Zukunft möchte ich das nicht mehr, möchte nicht dauernd auf den rasenden Zug der Bestseller aufspringen und mich hetzen lassen. Will wieder ausgesuchter und langsamer lesen und rezensieren, vielleicht sogar den Fokus eher auf die Backlists richten. Und dabei dennoch die Hitlisten nicht aus dem Auge verlieren, denn manchmal lohnt es sich definitiv!

„Sie werden über dieses Buch reden wollen“ – was diesen Satz angeht, so hatte der Verlag in meinem Falle allerdings dennoch recht.

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Natürlich interessiert mich brennend: Wie ist das bei euch? Wonach richtet sich euer Lesegeschmack, wie wählt ihr eure Lektüre aus? Und welches Buch hat euch in letzter Zeit am stärksten beeindruckt?
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Foto oben: John-Mark Kuznietsov

18 Kommentare

  1. Liebe Julia,

    du hast toll beschrieben was ich mir auch schon oft gedacht habe. Ich habe bislang weder Yanagihara noch Ferrante gelesen und habe auch nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Die Situation, einem Gespräch nicht folgen zu können, weil ich die Bücher nicht kenne, hatte ich auch noch nicht.

    Ich lese inzwischen nur noch das, worauf ich Lust habe. Ob Neuerscheinung oder Backlist ist mir dabei eigentlich egal. Uneigentlich versuche ich schon ein bisschen auch ältere Titel nicht außer Acht zu lassen, denn auch da gibt es viele Schätze und Perlen. Deswegen habe ich bewusst auf meinem Blog auch immer wieder mal etwas ältere oder nicht so bekannte Bücher in Kurzform vorgestellt.

    Die Bücher wähle ich danach aus, ob mich der Inhalt anspricht oder nicht. Mal ist das spontan, mal ist das ein Thema welches mich sowieso interessiert.

    Seit ich das so handhabe lese ich wesentlich entspannter.

    Liebe Grüße
    Julia

    • Fräulein Julia

      Liebe Julia, achja, das spricht mir aus dem Herzen. So will ich es in Zukunft auch machen: Mich quasi nach meinen Gelüsten leiten lassen und auch wieder „älteres“ (meistens ja nur aus der letzten Saison!) zur Hand nehmen! Oft sind die von Verlagen hitzig empfohlenen Bücher aber trotzdem einen Blick wert…

  2. Hallo Julia,

    wie eben bereits bei Twitter geschrieben, gefällt mir Dein Text sehr gut. Ich beobachte bei mir, dass ich besonders durch Twitter auf Bücher aufmerksam werde, an denen ich in der Regel kein Interesse hätte. Insbesondere trifft das auf Bücher aus dem YA Genre zu. Nachdem der 100. in der Timeline dann aber geschrieben hat, wie gut das Buch ist, schau ich mir das Buch dann doch mal an (kaufe es aber nicht).

    Ich will damit sagen, dass wir durch die sozialen Netzwerke zwar den Vorteil haben, uns über Bücher auszutauschen, aber oftmals folgt man auch Leuten, deren Buchgeschmack vielleicht nicht unbedingt dem eigenen entspricht.

    Bei Dir traf das bei „Ein wenig Leben“ nicht zu, da die Empfehlungen von Bloggern mit ähnlichem Geschmack kamen. Aber durch Kanäle wie Twitter sind bestimmte Bücher einfach viel mehr in der Wahrnehmung. Dein Wunsch, Dich mehr auf die Backliste zu konzentrieren finde ich gut. Das Karussell dreht sich einfach unheimlich schnell und man ist eigentlich nie uptodate. Das ist eine Erkenntnis, die ich aus deinem Text gerne mitnehme.

    Respekt übrigens, dass Du „Ein wenig Leben“ zur Hälfte gelesen hast, bis Du aufgegeben hast. Ich hätte bei einem Buch was mich nicht anspricht vermutlich nicht so lange durchgehalten. 🙂

    Viele Grüße,

    Jemima

    • Fräulein Julia

      Ja, ich war erstaunlich hartnäckig bei „Ein wenig Leben“ 😉 Und es war ja nicht so, dass mir der Sprachstil nicht gefiel, nur hat mich die Story eben überhaupt nicht gereizt. Auf jeden Fall sind die sozialen Netzwerke eine wichtige Hilfe, ohne sie hätte ich so manches lesenswerte Buch sicherlich verpasst! Gleichzeitig setzten sie mich auch manchmal unter Druck: Wenn alle das gleiche Buch lesen, jeden Monat auflisten, wie viele Seiten sie geschafft haben etc. Da möchte ich nicht mitmachen.

  3. Liebe Julia,
    kommt mir sehr bekannt vor. Auch ich frage mich oft, ob ich als Bloggerin auch die Bücher besprechen sollte, über die „alle“ gerade sprechen. Im Falle der beiden oben genannten Bücher hat mich aber bereits der Klappentext nicht dazu eingeladen, mir das Buch zu kaufen. Wahrscheinlich hätte ich mehr Leser, wenn ich über „bekanntere“ Bücher schreiben würde. Ich für meinen Fall stöbere oft in Buchläden wie der Lange Blomqvist (Charlottenburg, Mitte) und kaufe dann oft ältere Backlist-Titel. Oder neuerdings schaue ich auch, was mir in der Bibliothek so in die Hände fällt.

    Viele Grüße
    Deborah von Sommerdiebe

    • Fräulein Julia

      Ohja, Lange Blomqvist in Mitte suche ich auch oft auf, da kann man herrlich stöbern! Und mein Bibliotheksausweis glüht sowieso heiß, in Berlin sind wir ja mit einer bestens ausgestatten Zentralbibliothek gesegnet… Da kann ich auch ohne schlechtes Gewissen 10 Bücher in die Tasche packen und die Hälfte nur angelesen (weil nicht überzeugend) zurückbringen 🙂

  4. Liebe Julia,
    mir geht es da ganz ähnlich. Eigentlich fahre ich seit ein paar Jahren schon die Schiene, dass ich kein Buch von der Bestseller-Liste/kein gehyptes Buch lesen will. Das liegt aber vor allem daran, dass ich immer wieder im Buchhandel gearbeitet habe und sich die Bestseller von selbst verkaufen. Die anderen Bücher, die unbekannteren Perlen, sind es, die es brauchen, von Buchhändler*innen gelesen und empfohlen zu werden.
    Ich habe aber auch schon viele Bücher begeistert gelesen, die später auf der Bestsellerliste gelandet sind und gehypt wurden. Ich denke da zum Beispiel an „Altes Land“.
    An Yanagihara habe ich mich versucht und bin noch nichtmal bis zur Mitte gekommen. Es hat mich nicht gepackt und ich bin nicht hineingekommen.
    Liebe Grüße
    Katia

    • Fräulein Julia

      Also um „Altes Land“ bin ich jetzt mehrmals herumgeschlichen, aber gerade weil es so oft passiert, bin ich mir sicher: Mit diesem Roman werde ich mich auf jeden Fall anfreunden können! Danke nochmal für den Hinweis 🙂

  5. Hallo Julia,

    danke für diesen schönen Beitrag, der mir gerade so aus der Seele spricht!

    Ich erlebe seit einigen Wochen einen zunehmenden Frust darüber, dass hochgelobte Bücher in meinen Händen innerlich zerbröseln… Soooo toll sollen sie sein, haben doch so viele geschrieben… Und dann stehe ich da, es spricht mich nicht an und das Buch wandert – trotz großartiger Rezensionen, einem Star-Autor und einem interessanten Sujet – in die Kiste für den Bücherschrank.

    Zugegebenermaßen habe ich mich in den vergangenen Monaten häufig von meinen Lieblings-Bücherblogs verführen lassen. Ich beobachte bei mir selbst, dass der Buchhandelsbesuch meist nur noch dazu dient, bestellte Bücher abzuholen, die mir von Buchbloggern oder Freunden empfohlen wurden. Und stelle fest: Das funktioniert nicht. So manches gehypte Buch, so manche tolle Besprechung mag seine Berechtigung haben, deswegen heißt das noch lange nicht, dass das etwas für mich ist.

    Ja, manchmal kommt ein Buch zur falschen Zeit und sollte vielleicht erst mal wieder auf die Wartebank geschoben werden. Andere wollen „erarbeitet“ werden, da muss ich mich anstrengen – und merke dann: hat sich volle Lotte gelohnt.
    Von anderen weiß ich aber sehr schnell: das wird nichts mit uns. Und langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dementsprechend zu handeln. Mich durch einen Wälzer hindurchquälen (Chapeau zu den 600 Seiten, die Du geschafft hast!) bringt nur Frust und zunehmenden inneren Widerstand. Es nützt nichts: Fernschwärmereien durch andere stellen keine Garantie dar, dass auch ich ein Buch gern lese. Ich muss selber ran: rein in die Buchhandlung, schauen, ob das Thema mich interessiert, reinlesen, ob die Sprache mit an-spricht und dann los. Mit ein bisschen Glück kann der Buchhändler mich einschätzen und noch einen Tipp geben. Auch dann missfällt mir ab und zu ein Buch beim Lesen doch noch, aber deutlich seltener.

    Und so sehe ich Hinweise durch Freunde, Blogger, Buchhändler als Anregung, aber ob es dann auch etwas für mich ist, entscheide ich selber, wenn ich das Buch kennen lerne. Oder lasse es eben liegen. Und nehme in Kauf, literarische Lücken zu haben (die hat jedeR, es geht ja gar nicht anders) und nicht mitreden zu können. Meistens gibt es genügend, die reden, und zuhören/lesen macht ja auch Spaß. 😉

    Sehr schöner Beitrag!

    • Fräulein Julia

      „Mit ein bisschen Glück kann der Buchhändler mich einschätzen und noch einen Tipp geben.“ Ja, das ist Gold wert und ich profitiere auch von den Tipps zweier zauberhafter Buchhändlerinnen! Ich mag deinen Ansatz, dass man sich ein Buch auch mal erarbeiten muss – so habe ich während meines Literaturstudiums gedacht & gelesen, mich oftmals mit viel Energieverbrauch durch die Seiten geackert. Oft hat sich das gelohnt, aber nicht immer. In letzter Zeit habe ich sowas aber viel zu selten gemacht – vielleicht auch aufgrund des Überangebots, dem ich als Literaturbloggerin ja immer wieder ausgesetzt bin…

  6. Hi liebe Julia, ein wirklich schöner Artikel – vielen Dank! Inzwischen lese ich fast nur noch Backlist-Titel und bin bei den Neuerscheinungen eher abwartend, ganz nach dem Motto „Wenn etwas wirklich gut ist, wird es auch noch sechs Monate nach ET im Buchhandelsregal stehen“. Wenn mich dann doch die Neugierde packt, weil alle über Buch x sprechen (und der Verlag seine Marketing- und Pressearbeit offensichtlich gut gemacht hat), dann leihe ich es mir zumeist aus oder schaue mal in die Leseprobe rein. Wenn ich mich dann zwischendurch jedoch immer wieder frage, ob ich das richtige Buch in den Händen halte, dann quäle ich mich nicht durch die kommenden 600 Seiten (meiner Meinung nach sollten Romane sowieso nicht mehr als 250 Seiten haben…). Aber es ist in der Tat nicht immer einfach, sich von den „Bestsellerlisten“ zu lösen. So oder so freue ich mich auf deine kommenden Leseerfahrungen und Rezensionen! Liebe Grüße von Nina

    • Fräulein Julia

      „Wenn etwas wirklich gut ist, wird es auch noch sechs Monate nach ET im Buchhandelsregal stehen“ – das ist ein sehr gutes Motto, genau das plane ich in Zukunft auch. Wobei Pressearbeit oft sehr toll, gerechtfertigt und hilfreich ist, das weißt du ja 🙂

  7. Hallo Julia,
    als bisher nur stille Mitleserin (die tatsächlich schon das eine und andere Mal von Deinen Leseempfehlungen profitiert hat) sag ich auch „Danke“ für diesen Artikel. Der Hype um Bestseller und solche, die eventuell das Zeug dazu haben, ist nicht neu. Ich kann mich an unzählige Bücher mit wohlwollenden, begeisterten und neugierig machenden Rezensionen erinnern, allein bei mir sprang kein Funke über. Wahrscheinlich ist es wie in der Mode oder mit Musik, mir gefällt etwas, heißt noch lange nicht es gefällt anderen und vice versa. Leseproben oder ein Buch in der Buchhandlung „anlesen“, finde ich auch sehr hilfreich, da kann ich recht schnell feststellen, ob mir Stil & Story gefallen.

    • Fräulein Julia

      Die Verbindung zur Mode habe ich auch im Kopf gehabt – auch hier wird es stressig, wenn man sich in jeder Saison neu einkleiden „muss“. Lieber in zeitlose Teile von guter Qualität investieren, oder? Gilt auch für Bücher 🙂

  8. Hallo Julia 🙂

    Danke für deinen Beitrag. Ich beobachte seit langem diese sogenannten Hypes. Oftmals nervt es mich, wenn ich ein Buch auf fast jedem Blog oder Instagramprofil sehe. Aus Prinzip verweigere ich das Buch eine gewisse Zeit und informiere mich erst, wenn der erste Hype vorüber ist, um was es da eigentlich geht. Und dann passiert es, dass ich mich frage, warum alle das Buch lesen. Dem Klappentext ist meist nicht so eine Besonderheit zu entnehmen.
    Ich lese seit geraumer Zeit nur noch Bücher, auf die ich wirklich Lust habe. Mir sind Hypes egal, und auch das Alter des Buches. Und was ist passiert? Ich habe seit dem kein schlechtes Buch mehr gelesen und nur wenige mittelmäßige. Alle Bücher haben mir gefallen, ich war mit jedem glücklich. Und das nur, weil ich mich den Zwängen der neuesten Neuerscheinungen entzogen habe.
    Natürlich lese ich auch neue Bücher, fiebere bei manchen auf der Veröffentlichkeitsdatum hin. Aber… es sind nicht die Bücher, über die alle reden, sondern kleine Schmuckperlen.
    Liebe Grüße
    Jule

  9. Oh, jetzt bin ich aber beruhigt, dass es nicht nur mir so geht! Ich habe mich schon gefragt, ob ich da irgendwie falsch ticke (lese).
    Manchmal lass ich mich doch von einem Bestseller einwickeln und bin hinterher doch enttäuscht.
    Ich will auch wieder mehr auf meinen Bauch hören und wieder öfter zu meinen Büchern greifen.
    Liebe Grüße
    Andrea

  10. Liebe Julia,
    gerade in den letzten beiden Wochen habe ich es anders als sonst gehalten und die Neuerwerbungsauslage meiner Bibliothek leergeräumt – „Hagard“ von Bärfuss war dabei, „Die Vegetarierin“ und jetzt gerade „Kraft“ von Lüscher (zu dem ich nach ein paar Seiten noch nichts sagen kann), bei den anderen: Nett, gelesen zu haben, aber nichts, an das ich mich noch in zehn Jahren erinnern werde. Von daher glaube ich, dass der Hype um Bestseller übertrieben ist und häufig mit demjenigen Marketing aus den Herkunftsländern der Bücher korrespondiert und vielleicht auch kooperiert. Ich habe mir im letzten Jahr eine eigene Klassiker-Leseliste gebastelt, auf die ziehe ich mich immer zurück, wenn mir das Gewese um Neuerscheinungen und potentielle Buchpreis-Gewinner zu bunt wird – denn das steht ja auch wieder an, der Deutsche Buchpreis. Da wird man wieder beobachten können, was du oben so wunderbar beschrieben hast.
    In diesem Sinne: ein immer glückliches Händchen bei der Buchauswahl und viele Grüße, Jana

    • Fräulein Julia

      Das mit der Klassiker-Liste ist eine sehr gute Idee! Viele davon hab ich tatsächlich auch seit Jahren ungelesen im Regal stehen…

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