Der Hype um die Bestseller oder: Du musst dein Lesen ändern

hype

Warum springt bei mir manchmal der Funke nicht über? Und warum braucht es einen Hype nach dem anderen? Meine Meinung zum Trubel um Bestseller. 

„Sie werden über dieses Buch reden wollen“: Als im Frühling der Roman Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara erschien, ließ ich mich zunächst mitreißen. Zwar war ich aufgrund des schon im Klappentext anklingenden Themas nicht so eingenommen, dass ich mir das Buch selber gekauft hätte, aber ich lieh es mir mit großer Vorfreude aus. Einige Literaturblogger-Kollegen und Kolleginnen, auf deren Meinung und Geschmack ich vertraue, hatten das Buch wärmstens empfohlen. Nicht ohne den Zusatz, dass sie es bei der Lektüre zeitweise hätten weglegen müssen – so aufwühlend sei es gewesen.

Es sollte also ein leichtes sein, sich ebenfalls in den Kosmos der vier jungen und später nicht mehr so jungen Männer hineinziehen zu lassen, mit Gänsehaut und erschrockener Miene ihren Erlebnissen zu folgen. Oder? Ich las. Und las. Und las – doch der Funke wollte nicht überspringen. Bis Seite 300 sei es zugegeben etwas ruhiger, beruhigte man mich, aber dann komme die Geschichte in Fahrt!

Ich las weiter. Und las. Und las. Doch nichts geschah, oder vielleicht geschah doch etwas, doch ließ es mich so kalt wie die Serie um Fifty Shades of Grey. Bei Seite 600 – immerhin bei der Hälfte des Buches! – gab ich auf. Yanagihara und ich, das würde nichts mehr werden. Dennoch war ich enttäuscht. Warum hatte es bei mir nicht „funktioniert“?

Warum dieser Hype?

Nichts spricht gegen Bestseller. Im Gegenteil: Oft sogar hat es absolut seine Berechtigung, dass ein Buch an allen erdenklichen Stellen besprochen, gelobt und empfohlen wird! Doch manchmal, in letzter Zeit sogar häufiger, frage ich mich: Wo kommt eigentlich dieser Hype her, der immer wieder um ein Buch aufgebaut wird? Muss das sein, damit die Verkaufszahlen sich stabil halten? Oder bin ich schlichtweg eine „schwierige“ Leserin, mit zu hohem literarischen und intellektuellen Anspruch, der mit den meisten Bestsellern einfach nicht korrespondiert? Nicht jeder liest in seiner Freizeit gerne Arno Schmidt, so ein lustiger page turner kann sehr erholsam sein. Und dennoch.

Mit Meine geniale Freundin von Elena Ferrante konnte ich mich für ein paar Stunden gemütlich auf das Sofa zurückziehen, fragte mich aber zwischendurch beständig, ob ich wirklich 300 Seiten lang immer wieder über den Notenspiegel und die Lernfortschritte von Elena informiert werden möchte und ob das der Hauptinhalt dieser angeblich fesselnden Story sei? Dieses Buch tat nicht weh, wirkte aber auch eher belanglos. Nun gut, auch hier wurde ich aus verlässlicher Quelle bestärkt, den zweiten Band zu lesen.

Du musst dein Lesen ändern

Kurz, worauf ich eigentlich hinaus möchte: Ich bin müde. Erschöpft von dem Gewese und Getue des Literaturbetriebs, der in vielen Fällen zweijährlich oftmals alle Kraft auf einen massentauglichen Kassenschlager konzentriert, den wir Blogger dann reihum alle besprechen, und die womöglich „wahren Perlen“ dabei vernachlässigt. Damit möchte ich niemanden diskreditieren, jeder soll das lesen, was ihm/ihr Spaß macht! Aber ich muss etwas ändern: gefühlt habe ich in letzter Zeit so viel mittelmäßiges gelesen, war nur selten so richtig mit Haut und Herz und Haaren in einer Geschichte gefangen.

In Zukunft möchte ich das nicht mehr, möchte nicht dauernd auf den rasenden Zug der Bestseller aufspringen und mich hetzen lassen. Will wieder ausgesuchter und langsamer lesen und rezensieren, vielleicht sogar den Fokus eher auf die Backlists richten. Und dabei dennoch die Hitlisten nicht aus dem Auge verlieren, denn manchmal lohnt es sich definitiv!

„Sie werden über dieses Buch reden wollen“ – was diesen Satz angeht, so hatte der Verlag in meinem Falle allerdings dennoch recht.

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Natürlich interessiert mich brennend: Wie ist das bei euch? Wonach richtet sich euer Lesegeschmack, wie wählt ihr eure Lektüre aus? Und welches Buch hat euch in letzter Zeit am stärksten beeindruckt?
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Foto oben: John-Mark Kuznietsov

47 Kommentare

  1. Liebe Julia,

    du hast toll beschrieben was ich mir auch schon oft gedacht habe. Ich habe bislang weder Yanagihara noch Ferrante gelesen und habe auch nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Die Situation, einem Gespräch nicht folgen zu können, weil ich die Bücher nicht kenne, hatte ich auch noch nicht.

    Ich lese inzwischen nur noch das, worauf ich Lust habe. Ob Neuerscheinung oder Backlist ist mir dabei eigentlich egal. Uneigentlich versuche ich schon ein bisschen auch ältere Titel nicht außer Acht zu lassen, denn auch da gibt es viele Schätze und Perlen. Deswegen habe ich bewusst auf meinem Blog auch immer wieder mal etwas ältere oder nicht so bekannte Bücher in Kurzform vorgestellt.

    Die Bücher wähle ich danach aus, ob mich der Inhalt anspricht oder nicht. Mal ist das spontan, mal ist das ein Thema welches mich sowieso interessiert.

    Seit ich das so handhabe lese ich wesentlich entspannter.

    Liebe Grüße
    Julia

    • Fräulein Julia

      Liebe Julia, achja, das spricht mir aus dem Herzen. So will ich es in Zukunft auch machen: Mich quasi nach meinen Gelüsten leiten lassen und auch wieder „älteres“ (meistens ja nur aus der letzten Saison!) zur Hand nehmen! Oft sind die von Verlagen hitzig empfohlenen Bücher aber trotzdem einen Blick wert…

  2. Hallo Julia,

    wie eben bereits bei Twitter geschrieben, gefällt mir Dein Text sehr gut. Ich beobachte bei mir, dass ich besonders durch Twitter auf Bücher aufmerksam werde, an denen ich in der Regel kein Interesse hätte. Insbesondere trifft das auf Bücher aus dem YA Genre zu. Nachdem der 100. in der Timeline dann aber geschrieben hat, wie gut das Buch ist, schau ich mir das Buch dann doch mal an (kaufe es aber nicht).

    Ich will damit sagen, dass wir durch die sozialen Netzwerke zwar den Vorteil haben, uns über Bücher auszutauschen, aber oftmals folgt man auch Leuten, deren Buchgeschmack vielleicht nicht unbedingt dem eigenen entspricht.

    Bei Dir traf das bei „Ein wenig Leben“ nicht zu, da die Empfehlungen von Bloggern mit ähnlichem Geschmack kamen. Aber durch Kanäle wie Twitter sind bestimmte Bücher einfach viel mehr in der Wahrnehmung. Dein Wunsch, Dich mehr auf die Backliste zu konzentrieren finde ich gut. Das Karussell dreht sich einfach unheimlich schnell und man ist eigentlich nie uptodate. Das ist eine Erkenntnis, die ich aus deinem Text gerne mitnehme.

    Respekt übrigens, dass Du „Ein wenig Leben“ zur Hälfte gelesen hast, bis Du aufgegeben hast. Ich hätte bei einem Buch was mich nicht anspricht vermutlich nicht so lange durchgehalten. 🙂

    Viele Grüße,

    Jemima

    • Fräulein Julia

      Ja, ich war erstaunlich hartnäckig bei „Ein wenig Leben“ 😉 Und es war ja nicht so, dass mir der Sprachstil nicht gefiel, nur hat mich die Story eben überhaupt nicht gereizt. Auf jeden Fall sind die sozialen Netzwerke eine wichtige Hilfe, ohne sie hätte ich so manches lesenswerte Buch sicherlich verpasst! Gleichzeitig setzten sie mich auch manchmal unter Druck: Wenn alle das gleiche Buch lesen, jeden Monat auflisten, wie viele Seiten sie geschafft haben etc. Da möchte ich nicht mitmachen.

  3. Liebe Julia,
    kommt mir sehr bekannt vor. Auch ich frage mich oft, ob ich als Bloggerin auch die Bücher besprechen sollte, über die „alle“ gerade sprechen. Im Falle der beiden oben genannten Bücher hat mich aber bereits der Klappentext nicht dazu eingeladen, mir das Buch zu kaufen. Wahrscheinlich hätte ich mehr Leser, wenn ich über „bekanntere“ Bücher schreiben würde. Ich für meinen Fall stöbere oft in Buchläden wie der Lange Blomqvist (Charlottenburg, Mitte) und kaufe dann oft ältere Backlist-Titel. Oder neuerdings schaue ich auch, was mir in der Bibliothek so in die Hände fällt.

    Viele Grüße
    Deborah von Sommerdiebe

    • Fräulein Julia

      Ohja, Lange Blomqvist in Mitte suche ich auch oft auf, da kann man herrlich stöbern! Und mein Bibliotheksausweis glüht sowieso heiß, in Berlin sind wir ja mit einer bestens ausgestatten Zentralbibliothek gesegnet… Da kann ich auch ohne schlechtes Gewissen 10 Bücher in die Tasche packen und die Hälfte nur angelesen (weil nicht überzeugend) zurückbringen 🙂

  4. Liebe Julia,
    mir geht es da ganz ähnlich. Eigentlich fahre ich seit ein paar Jahren schon die Schiene, dass ich kein Buch von der Bestseller-Liste/kein gehyptes Buch lesen will. Das liegt aber vor allem daran, dass ich immer wieder im Buchhandel gearbeitet habe und sich die Bestseller von selbst verkaufen. Die anderen Bücher, die unbekannteren Perlen, sind es, die es brauchen, von Buchhändler*innen gelesen und empfohlen zu werden.
    Ich habe aber auch schon viele Bücher begeistert gelesen, die später auf der Bestsellerliste gelandet sind und gehypt wurden. Ich denke da zum Beispiel an „Altes Land“.
    An Yanagihara habe ich mich versucht und bin noch nichtmal bis zur Mitte gekommen. Es hat mich nicht gepackt und ich bin nicht hineingekommen.
    Liebe Grüße
    Katia

    • Fräulein Julia

      Also um „Altes Land“ bin ich jetzt mehrmals herumgeschlichen, aber gerade weil es so oft passiert, bin ich mir sicher: Mit diesem Roman werde ich mich auf jeden Fall anfreunden können! Danke nochmal für den Hinweis 🙂

  5. Hallo Julia,

    danke für diesen schönen Beitrag, der mir gerade so aus der Seele spricht!

    Ich erlebe seit einigen Wochen einen zunehmenden Frust darüber, dass hochgelobte Bücher in meinen Händen innerlich zerbröseln… Soooo toll sollen sie sein, haben doch so viele geschrieben… Und dann stehe ich da, es spricht mich nicht an und das Buch wandert – trotz großartiger Rezensionen, einem Star-Autor und einem interessanten Sujet – in die Kiste für den Bücherschrank.

    Zugegebenermaßen habe ich mich in den vergangenen Monaten häufig von meinen Lieblings-Bücherblogs verführen lassen. Ich beobachte bei mir selbst, dass der Buchhandelsbesuch meist nur noch dazu dient, bestellte Bücher abzuholen, die mir von Buchbloggern oder Freunden empfohlen wurden. Und stelle fest: Das funktioniert nicht. So manches gehypte Buch, so manche tolle Besprechung mag seine Berechtigung haben, deswegen heißt das noch lange nicht, dass das etwas für mich ist.

    Ja, manchmal kommt ein Buch zur falschen Zeit und sollte vielleicht erst mal wieder auf die Wartebank geschoben werden. Andere wollen „erarbeitet“ werden, da muss ich mich anstrengen – und merke dann: hat sich volle Lotte gelohnt.
    Von anderen weiß ich aber sehr schnell: das wird nichts mit uns. Und langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dementsprechend zu handeln. Mich durch einen Wälzer hindurchquälen (Chapeau zu den 600 Seiten, die Du geschafft hast!) bringt nur Frust und zunehmenden inneren Widerstand. Es nützt nichts: Fernschwärmereien durch andere stellen keine Garantie dar, dass auch ich ein Buch gern lese. Ich muss selber ran: rein in die Buchhandlung, schauen, ob das Thema mich interessiert, reinlesen, ob die Sprache mit an-spricht und dann los. Mit ein bisschen Glück kann der Buchhändler mich einschätzen und noch einen Tipp geben. Auch dann missfällt mir ab und zu ein Buch beim Lesen doch noch, aber deutlich seltener.

    Und so sehe ich Hinweise durch Freunde, Blogger, Buchhändler als Anregung, aber ob es dann auch etwas für mich ist, entscheide ich selber, wenn ich das Buch kennen lerne. Oder lasse es eben liegen. Und nehme in Kauf, literarische Lücken zu haben (die hat jedeR, es geht ja gar nicht anders) und nicht mitreden zu können. Meistens gibt es genügend, die reden, und zuhören/lesen macht ja auch Spaß. 😉

    Sehr schöner Beitrag!

    • Fräulein Julia

      „Mit ein bisschen Glück kann der Buchhändler mich einschätzen und noch einen Tipp geben.“ Ja, das ist Gold wert und ich profitiere auch von den Tipps zweier zauberhafter Buchhändlerinnen! Ich mag deinen Ansatz, dass man sich ein Buch auch mal erarbeiten muss – so habe ich während meines Literaturstudiums gedacht & gelesen, mich oftmals mit viel Energieverbrauch durch die Seiten geackert. Oft hat sich das gelohnt, aber nicht immer. In letzter Zeit habe ich sowas aber viel zu selten gemacht – vielleicht auch aufgrund des Überangebots, dem ich als Literaturbloggerin ja immer wieder ausgesetzt bin…

  6. Hi liebe Julia, ein wirklich schöner Artikel – vielen Dank! Inzwischen lese ich fast nur noch Backlist-Titel und bin bei den Neuerscheinungen eher abwartend, ganz nach dem Motto „Wenn etwas wirklich gut ist, wird es auch noch sechs Monate nach ET im Buchhandelsregal stehen“. Wenn mich dann doch die Neugierde packt, weil alle über Buch x sprechen (und der Verlag seine Marketing- und Pressearbeit offensichtlich gut gemacht hat), dann leihe ich es mir zumeist aus oder schaue mal in die Leseprobe rein. Wenn ich mich dann zwischendurch jedoch immer wieder frage, ob ich das richtige Buch in den Händen halte, dann quäle ich mich nicht durch die kommenden 600 Seiten (meiner Meinung nach sollten Romane sowieso nicht mehr als 250 Seiten haben…). Aber es ist in der Tat nicht immer einfach, sich von den „Bestsellerlisten“ zu lösen. So oder so freue ich mich auf deine kommenden Leseerfahrungen und Rezensionen! Liebe Grüße von Nina

    • Fräulein Julia

      „Wenn etwas wirklich gut ist, wird es auch noch sechs Monate nach ET im Buchhandelsregal stehen“ – das ist ein sehr gutes Motto, genau das plane ich in Zukunft auch. Wobei Pressearbeit oft sehr toll, gerechtfertigt und hilfreich ist, das weißt du ja 🙂

  7. Hallo Julia,
    als bisher nur stille Mitleserin (die tatsächlich schon das eine und andere Mal von Deinen Leseempfehlungen profitiert hat) sag ich auch „Danke“ für diesen Artikel. Der Hype um Bestseller und solche, die eventuell das Zeug dazu haben, ist nicht neu. Ich kann mich an unzählige Bücher mit wohlwollenden, begeisterten und neugierig machenden Rezensionen erinnern, allein bei mir sprang kein Funke über. Wahrscheinlich ist es wie in der Mode oder mit Musik, mir gefällt etwas, heißt noch lange nicht es gefällt anderen und vice versa. Leseproben oder ein Buch in der Buchhandlung „anlesen“, finde ich auch sehr hilfreich, da kann ich recht schnell feststellen, ob mir Stil & Story gefallen.

    • Fräulein Julia

      Die Verbindung zur Mode habe ich auch im Kopf gehabt – auch hier wird es stressig, wenn man sich in jeder Saison neu einkleiden „muss“. Lieber in zeitlose Teile von guter Qualität investieren, oder? Gilt auch für Bücher 🙂

  8. Hallo Julia 🙂

    Danke für deinen Beitrag. Ich beobachte seit langem diese sogenannten Hypes. Oftmals nervt es mich, wenn ich ein Buch auf fast jedem Blog oder Instagramprofil sehe. Aus Prinzip verweigere ich das Buch eine gewisse Zeit und informiere mich erst, wenn der erste Hype vorüber ist, um was es da eigentlich geht. Und dann passiert es, dass ich mich frage, warum alle das Buch lesen. Dem Klappentext ist meist nicht so eine Besonderheit zu entnehmen.
    Ich lese seit geraumer Zeit nur noch Bücher, auf die ich wirklich Lust habe. Mir sind Hypes egal, und auch das Alter des Buches. Und was ist passiert? Ich habe seit dem kein schlechtes Buch mehr gelesen und nur wenige mittelmäßige. Alle Bücher haben mir gefallen, ich war mit jedem glücklich. Und das nur, weil ich mich den Zwängen der neuesten Neuerscheinungen entzogen habe.
    Natürlich lese ich auch neue Bücher, fiebere bei manchen auf der Veröffentlichkeitsdatum hin. Aber… es sind nicht die Bücher, über die alle reden, sondern kleine Schmuckperlen.
    Liebe Grüße
    Jule

  9. Oh, jetzt bin ich aber beruhigt, dass es nicht nur mir so geht! Ich habe mich schon gefragt, ob ich da irgendwie falsch ticke (lese).
    Manchmal lass ich mich doch von einem Bestseller einwickeln und bin hinterher doch enttäuscht.
    Ich will auch wieder mehr auf meinen Bauch hören und wieder öfter zu meinen Büchern greifen.
    Liebe Grüße
    Andrea

  10. Liebe Julia,
    gerade in den letzten beiden Wochen habe ich es anders als sonst gehalten und die Neuerwerbungsauslage meiner Bibliothek leergeräumt – „Hagard“ von Bärfuss war dabei, „Die Vegetarierin“ und jetzt gerade „Kraft“ von Lüscher (zu dem ich nach ein paar Seiten noch nichts sagen kann), bei den anderen: Nett, gelesen zu haben, aber nichts, an das ich mich noch in zehn Jahren erinnern werde. Von daher glaube ich, dass der Hype um Bestseller übertrieben ist und häufig mit demjenigen Marketing aus den Herkunftsländern der Bücher korrespondiert und vielleicht auch kooperiert. Ich habe mir im letzten Jahr eine eigene Klassiker-Leseliste gebastelt, auf die ziehe ich mich immer zurück, wenn mir das Gewese um Neuerscheinungen und potentielle Buchpreis-Gewinner zu bunt wird – denn das steht ja auch wieder an, der Deutsche Buchpreis. Da wird man wieder beobachten können, was du oben so wunderbar beschrieben hast.
    In diesem Sinne: ein immer glückliches Händchen bei der Buchauswahl und viele Grüße, Jana

    • Fräulein Julia

      Das mit der Klassiker-Liste ist eine sehr gute Idee! Viele davon hab ich tatsächlich auch seit Jahren ungelesen im Regal stehen…

  11. Hallo,
    ich bin über #litnetztwerk über deinen Post gestolpert.
    Über diese Sachen habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Früher habe ich eigentlich nur Bücher erwischt, die mir auch gut gefallen haben. Aber in dem letzten halben Jahr habe ich ja eine herbe Enttäuschung nach der anderen erfahren. Es waren durchweg Bücher, die meinen Vorlieben entsprachen und auch vom Klappentext her sich gut anhörten. Aber es waren auch Bücher, die extrem beworben wurden und durch sämtliche Kanäle gingen (wo die Bewertungen natürlich überwiegend hervorragend waren). Ich mit meinem kleinen Blog bin dann mal zitternd empor gekrochen und hab miese Bewertungen verteilt, weil es einfach unterirdisch war und ich gerne meine Lebenszeit wieder hätte.
    Seitdem frage ich mich ja, ob es an den Büchern liegt oder ob mit mir etwas nicht stimmt :D.
    Nachdem ich mich dann z. B. wieder auf Fantasy-Klassiker konzentriert habe, wurde mir klar, es liegt nicht unbedingt an mir. Jetzt versuche ich die ganzen Hypes zu meiden bzw. sehe mir Rezensionen des Originaltitels an.
    Denn eines ist klar: Ich bin auch eine „schwierige“ Leserin, die zwar auch mal was leichtes für zwischendurch vernascht, aber dann doch in der Mehrzahl eine gut geschriebene und durchdachte Geschichte lesen möchte.

  12. Liebe Julia,

    grundsätzlich versuche ich nur genau das zu lesen, was ich auch lesen möchte. Dabei habe ich ein ganz gutes Gespür, doch manchmal macht ein Hype mich auch neugierig, so habe ich zum Beispiel „Begin Again“ von Mona Kasten gelesen, weil es um mich herum so gefeiert wurde. Es war nicht meins und das hätte ich auch vorher wissen können.
    Sich grundsätzlich dagegen zu wehren ist auch falsch. Das habe ich bei Harry Potter gemerkt, wollte es lange gerade wegen des Hypes nicht lesen. Dann wurde es mir in die Hand gedrückt mit den Worten „Lies es und dann reden wir weiter.“ Tia schon steckte ich mitten drin, zum Glück hatte ich gewartet und es gab damals schon mehrere Bände, aber nicht alle …

    Ich denke dein Plan ist gut, halte die Augen offen, aber hör auf dich selbst und lies nur, was dich direkt anspricht. Auch dabei können wir irren, aber der Abbruch eines Buches ist ja kein Beinbruch.

    Liebe Grüße
    Stephanie

    • Fräulein Julia

      Liebe Stephanie, du hast recht: „Gehypte“ Bücher einfach aus Prinzip abzulehnen bringt auch nichts. Und das tue ich auch nicht: Soeben las ich „Ein zweites Leben“ von Jocelyne Saucier und war ziemlich begeistert. Ich werde es sicherlich immer wieder versuchen – und dadurch vielleicht häufiger abbrechen.

  13. Ich bin jemand, der meist GERADE NICHT liest, was Dir jeder empfiehlt … da werde ich bockig 😉 Ging mir damals bei Harry Potter schon so. Ich habe mich standhaft geweigert, diesen Hype mitzumachen. Erst als mir im Urlaub die Bücher ausgingen und mein Mann die englische Ausgabe von band 1 dabei hatte, fing ich „notgedrungen“ mit dem Lesen an … ok, ich muss sagen, hier war der Hype natürlich vollkommen gerechtfertigt! Aber meist lese schlicht und einfach das was mir gefällt – ob aktuell oder nicht.

    • Hey, Verena, das ist ja lustig, bei mir war es mit Harry Potter ähnlich. Meine Schwester hat mir die Bücher so extrem aufgedrängt (noch bevor sie richtig bekannt wurden), dass ich einfach gar nicht wollte. Je mehr sie geschwärmt hat, umso mehr habe ich mich geweigert. Als ich es dann doch gelesen habe, bin ich dem Buch völlig verfallen.

      Ich habe eine Zeit lang versucht, Bücher zu lesen, die gerade in den Sozialen Netzwerken beliebt sind. Doch relativ schnell habe ich gemerkt, dass meine Vorliebe nicht wirklich damit übereinstimmt. Ich lese durchaus Thriller, aber die müssen schon sehr gut sein, um mich zu überzeugen. Ich lese quasi kein Young Adult, weil das Genre mich zu sehr anödet. Ich lese wahnsinnig gerne New Adult, aber das, was da beliebt ist, kann mich nicht ansprechen. Also bin ich dahin zurückgekehrt, mir Bücher zu kaufen, die ich wirklich lesen will, und nur jene Neuerscheinungen zu besprechen, die ich persönlich ansprechend finde. So musste ich bspw feststellen, dass ich zwar den Hype um die Drachenmond-Cover völlig verstehen kann, doch wenn ich mir die Klappentexte durchlese, interessiert mich so gut wie gar nichts aus deren Programm, während gerade auf Facebook der Verlag sehr, sehr beliebt ist. So ist das Leben.

      Ich denke, dass Hype auch irgendwie ein Selbstläufer ist. Verspricht ein Roman große Gefühle und hat ein ansprechendes Cover, dann kann man einfach nicht widerstehen, wenn alle überall Bilder davon posten. Man will Teil davon sein. Das ist ein natürlicher Drang, der sich aber genauso natürlich auch in das Gegenteil verkehren kann. Ich versuche daher, weder einen Hype mitzumachen, nur weil es ein Hype ist, noch, einen Hype abzulehnen, nur weil es ein Hype ist. Denn das ist, wie ich bei Harry Potter festgestellt habe, auch oft ein zielsicherer Weg, gute Bücher zu verpassen 😀

      Liebe Grüße,
      Julia

      • Fräulein Julia

        „Man will Teil davon sein“ – das ist schön gesagt und trifft es meiner Meinung nach auf den Punkt. Ich bin ja auch immer neugierig, warum ein Buch von allen so über den grünen Klee gelobt wird und will es dann auch lesen. Jetzt versuche ich, mich davon nicht zu sehr einnehmen zu lassen und wieder mehr nach Gefühl auszusuchen… 😉 Die Harry Potter-Bücher wurden mir übrigens damals von meinem Vater ans Herz gelegt, ich war schon 17 und fühlte mich eigentlich viel zu alt für Kinder-/Jugendliteratur. Wie gut, dass ich mich doch hab umstimmen lassen!

  14. Huhu!
    Ein Thema welches wohl vielen Lesern unter den Nägeln brennt – und ich kann es absolut nachvollziehen! Natürlich schließe ich mich nicht aus, zu einem gehypten Buch zu greifen, aber das Buch kann meinen Erwartungen dann kaum noch gerecht werden. Wobei mich aber auch der Inhalt, das Genre ansprechen muss – wenn das nicht stimmt, kann das Buch noch so sehr von allen Leser geliebt werden!
    Es darf aber gerne etwas weniger Hype in Zukunft sein, denn oft habe ich dadurch ein Buch schon über, bevor es überhaupt in der Buchhandlung zu finden ist!

    Liebe Grüße
    Janna

    • Hallo Julia!

      „Es darf aber gerne etwas weniger Hype in Zukunft sein, denn oft habe ich dadurch ein Buch schon über, bevor es überhaupt in der Buchhandlung zu finden ist!“

      Diese Empfindung von Janna kenne ich ziemlich gut. Wird mir ein Buch zu oft um die Ohren gehauen, löst die Präsenz oft einen gewissen Widerwillen aus. Ich bin grundsätzlich auch an Büchern interessiert, die als potenzieller Bestseller beworben werden, letztlich aber greife ich nur dann zu einem Titel, wenn er mich aus irgendeinem Grund anspricht. Das sind nicht notwendigerweise immer dieselben Kriterien.

      Erst vor kurzem habe ich einen Bestseller ungelesen weggeschenkt, weil ich nicht das Gefühl hatte, etwas Neues zu entdecken. Abseits der Pfade ist es oft auch ganz attraktiv. Einen Hingucker, den ich so nebenbei entdeckt habe, ist „Gommer Sommer“ aus einem kleinen schweizer Verlag. Da kommt sogar ein Gericht drin vor, das ich unbedingt ausprobieren muss: Es heißt nämlich „Cholera“ 😉

      Schöne Grüße, Bettina

    • Fräulein Julia

      „Es darf aber gerne etwas weniger Hype in Zukunft sein, denn oft habe ich dadurch ein Buch schon über, bevor es überhaupt in der Buchhandlung zu finden ist!“ – mit diesem Satz triffst du mein Gefühl ziemlich gut! Deshalb habe ich den Text u.a. geschrieben.

  15. Liebe Julia,
    Fand ich richtig gut, deinen Beitrag. Ich persönlich verfolge schon länger wie sich das #Bookstagram selbst hochschaukelt. Einer findet ein Buch gut, alle müssen für Likes nachziehen, weil darüber geredet wird. ( überspitzt. So ist es natürlich nicht unbedingt ) Finde ich ja auch immer schade wie man untergeht wenn man mal ein Buch rezensiert, das paar Jahre alt ist. Ich befürworte das lesen, was gefällt. Ab und an schleicht sich dann auch ein aktueller Bestseller bei mir unter. Ein wenig Leben habe ich im Gegensatz zu dir geliebt, befinde mich momentan aber mit „The hate you give“ in der gleichen Situation 😉
    Danke für deinen anregenden Beitrag.

    Liebe Grüsse,
    Tania

    • Fräulein Julia

      Lass uns doch mal eine Aktion starten: Jeder stellt ein Buch vor, welches er liebt und welches mindestens 5 Jahre alt ist? 🙂 Ich hätte da einiges im Angebot.

          • Ich hoffe ich verpass es dann auch nicht 😀

            Wenn man zu zweit bloggt und die Leser nicht überrennen will mit Beiträgen geht das nicht anders und da ich mehrere Wochen dieses Jahr ausgesetzt habe, aber Bücher besprochen habe die ich vorstellen möchte (warten im Entwurf) zieht sich die Planung diesmal bis in den Okt. *lach, eigentlich planen wir immer so zwei Wochen

  16. Bei einem Hype ist die Erwartungshaltung eine andere als bei einem Spontankauf. Da kneift’s dann halt mehr, wenn man nach der Lektüre enttäuscht ist. Aber zumindest kann man sich an der Diskussion um das Buch beteiligen… Meine Devise: Offen sein für alles (sowohl für „alte Schinken“ als auch für „Hypes“) und das lesen, was einen reizt und anspricht.

  17. Ich finde nicht, dass man Bestsellern gezielt aus dem Weg gehen sollte, aber man sollte sich nicht zu sehr von Empfehlungen leiten lassen. Es muss weiterhin am wichtigsten sein, ob das Buch einen persönlich interessiert und anspricht. Wenn man ein Buch von sich aus nicht gekauft hätte, weil der Klappentext einen nicht interessiert hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit deutlich geringer, dass es einem wirklich gefällt, als bei einem Buch auf das man selbst gestoßen ist und schon total gespannt auf die Geschichte ist, sobald man die Inhaltsangabe kennt.
    Hypes sind also kein Problem, sollten einen aber nicht zu stark beeinflussen. Wenn einen das Buch von sich aus nicht interessiert, dann ändert sich das in der Regel auch nicht dadurch, dass „Bestseller“ draufsteht.

    • Fräulein Julia

      „sollten einen aber nicht zu stark beeinflussen“, ja – aber bist du denn frei davon, bei der ganzen medialen Flut? Bei den von mir erwähnten Bestsellern war es außerdem so, dass mich der Klappentext und die weitere Beschreibung durchaus interessiert hat – der Inhalt aber noch nichtmal annähernd dieses Interesse decken konnte, deshalb ja meine Überlegungen…

      • Nein, frei davon kann man natürlich nicht sein, ich meine nur dass man nicht vom Hype abhängig machen sollte, ob man ein Buch liest oder nicht.
        Daraus, dass du dir „Ein wenig Leben“ nicht selbst kaufen wolltest, habe ich geschlossen, dass dich der Klappentext nicht völlig überzeugt hat. Wäre es also kein Bestseller, hättest du es dann trotzdem gelesen?

        • Fräulein Julia

          Hmm, bei „Ein wenig Leben“ war es schwierig: Der Klappentext gibt ja noch nicht so viel her – aber die ganzen Empfehlungen von allen Seiten machten mich neugierig. Ich bin ja auch offen, etwas auszuprobieren… Wenn ich nur nach dem Klappentext gehen würde (und häufig mache ich das tatsächlich), hätte ich vermutlich einige tolle Bücher verpasst. Es ist ein bisschen vertrackt, das Ganze 😉

  18. Pingback: Sonntagsleserin 08_2017 – Rückblick auf den August | Studierenichtdeinleben

  19. Hallo Julia, (ich bin gerade wohl zum ersten Mal hier, Hallo!)

    das ist auch meine Devise mittlerweile. Nichts ist langweiliger als alles zu lesen, was aktuell ist. In der Vergangenheit gab es viele Bücher, die so viel interessanter erscheinen. Warum also nicht die lesen? Die „Bestseller“ von heute wird es wohl auch morgen noch geben. Und wenn nicht, dann lohnt sich die Verfolgung erst gar nicht.

    Mittlerweile macht es mir mehr Spaß, einfach frei zu wählen, was ich lesen möchte. Diese Freiheit fühlt sich gut an, so kann ich, nach Lust und Laune entscheiden, was mir als nächstes gefallen könnte.

    Liebe Grüße
    Henrik

  20. Hallo Julia,

    einer der Gründe, warum ich mittlerweile hauptsächlich auf Englisch lese, ist eben das: Den deutschen Hypes aus dem Weg gehen. Oft genug bin ich dann ganz erstaunt, dass in englischen Sprachraum nur mittelmäßig abschneidende Bücher hier als „The next big thing“ angepriesen werden.

    Und ich nutze mittlerweile ganz intensiv goodreads, um die Meinung von mir geschätzten Bloggern einzuholen, bevor ich einen Kauf tätige. Außerdem kann der Klappentext noch so gut sein, wenn die Durchschnittsbewertung nicht über 3,5 Sterne kommt, dann lass ich es mit dem Lesen. Denn meine Zeit ist beschränkt, die Buchauswahl nicht.

    Unser Lesegeschmack unterscheidet sich recht stark, aber ich war sehr von „The Handmaid’s Tale“ von Margaret Atwood beeindruckt. Ein dreißig Jahre altes Buch, was zurecht gehypt wird 😉

    Viele Grüße
    Elena

    • Fräulein Julia

      Liebe Elena, ich habe noch nie etwas von Margaret Atwood gelesen, tatsächlich. Aber vielleicht lohnt es sich ja? Ich lese auch sehr gerne auf Englisch, wobei dort ja auch nicht mit Superlativen gegeizt wird… 😉

  21. Hallo liebe Julia,
    ich bin einer von diesen 08/15 Hype-Bücher Lesern. Und das gebe ich auch offen zu. Nicht, dass ich stolz drauf wäre, ganz im Gegenteil.
    Ich lasse mich nunmal gerne im Vorfeld von Büchern begeistern und vor allem wenn viel gutes darüber gesprochen wird, bekomme ich nur noch mehr Lust, das Buch zu lesen <3 Allerdings fällt mir selbst immer wieder auf, dass die Nischenbücher den Hype oft mehr verdient hätten, als gewissen andere Bücher, das finde ich immer so ein bisschen traurig, aber naja, was soll man machen 😉
    Danke für diesen tollen Denkanstoß!
    Alles Liebe,
    Felia <3

    • Fräulein Julia

      „ich bin einer von diesen 08/15 Hype-Bücher Lesern“ – das klingt jetzt so negativ. Ich doch auch! Kein Grund, sich dafür zu schämen 😉

  22. Ich hab oft das Gefühl, das Buch schon zu kennen, wenn es gehyped wird. Darum interessiert es mich dann nicht mehr so. Irgendwie sind die Geheimnisse dann schon futsch. Und wenn mir alle Freunde erzählen, wie sie es finden, kann ich keine richtig eigene Beziehung dazu aufbauen. Deshalb lese ich antizyklisch. In frühestens zehn Jahren kaufe ich mir den ersten Harry Potter 😉

    • Fräulein Julia

      Ist der große Harry Potter Hype nicht schon längst vorbei? 😉 Der lohnt sich übrigens tatsächlich!

  23. Es ist schon so, dass es viel mehr Aufmerksamkeit erregt, wenn ich gehypte Bücher auf meinem Blog bespreche. Klar, dass der eine oder andere Blogger versucht ist, diese Bücher dann gezielt zu rezensieren.

    Mir ist aber meine Zeit zu schade dafür, Bücher herauszupicken und zu lesen, nur weil sie in aller Munde sind. Meiner Erfahrung nach sind die dann genauso oft gut wie schlecht. Ich suche mir Bücher danach aus, ob mich das Thema interessiert, ob ich den Schreibstil des Autors mag, ob mir das Buch von Leuten empfphlen wurden, die meinen Geschmack und meine Lesevorlieben kennen und deren Urteil ich vertraue. Und ganz selten wage ich auch mal ein Experiment ins Blaue.

    Auf „Du musst …“ oder dass mir das Buch überall vor die Nase gehalten wird, gebe ich nichts (mehr). Das als Auswahlkriterium für die eigene Lektüre zu nehmen, hat sich überhaupt nicht bewährt. Im Gegenteil muss ich sogar aufpassen, dass ich ein Buch nicht schon für mich disqualifiziere, nur weil es gehyped wird.

    Liebe #litnetzwerk-Grüße
    Gabi

  24. Hallo Julia,
    die Frage ist ja auch wer den Hype macht. Es gibt Bücher die werden durch Leser gelobt und es gibt Bücher die werden durch Verlage gelobt. Es gibt vor allem eine sehr große und unübersichtliche Menge an Büchern. Irgendwie muss man sich für seine begrenzte Zeit ja auch entscheiden was man liest. Ich glaube der Buchbestseller ist da einfach nur eine Marketingstrategie mit der Bücher gefördert werden von denen ein Verlag erwartet, dass sie von vielen gelesen werden. Durch die Empfehlung werden diese Bücher dann auch bekannter und mit größer Wahrscheinlichkeit gelesen. Ob die größere Menge an Lesern sie dann auch gut findet ist eine ganz andere Frage.

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