Berlin liest: Die besten Literatur-Events im März

Literatur

Der März ist der Monat der Leipziger Buchmesse. Und auch wenn diese nicht ganz so viel Aufmerksamkeit wie ihre große Schwester in Frankfurt bekommt, rückt Literatur doch wieder besonders in den Fokus der Medien. So gibt es auch im März wieder verschiedene Lesungen und Literatur-Events in Berlin, die ihr euch im Kalender notieren könnt – ich hab meine Auswahl für euch aufgelistet!

Donnerstag, 2. März
Literarisches Colloquium, 20 Uhr
Fremde Freunde
In diesem Jahr hat die Frankfurter Buchmesse Frankreich zum Gastland auserkoren – und im Literarischen Colloquium geht es jetzt schon mit einer Veranstaltung dazu los: Unter dem Titel „Fremde Freunde“ sind zwei Autoren aus dem Gastland zu Gast, und zwar Patrick Deville und Tierno Monénembo, dazu als deutscher „Pate“ Uwe Timm. In kurzen Lesungen und Gesprächen werden die drei vorgestellt.
Eintritt 8€/5€

Freitag, 3. März
Literaturhaus Berlin, 20 Uhr
Christhard Läpple: So viel Anfang war nie. Notizen aus der ostdeutschen Provinz
„Ein kleines Dorf in der Nähe von Berlin, das eigentlich jedes Dorf sein könnte. Ein Mikrokosmos menschlicher Befindlichkeiten, über die Jahrhunderte gewachsen in seinen Strukturen und dem sozialen Gefüge. Historischen Widrigkeiten haben seine Einwohner ebenso die Stirn geboten wie den Herausforderungen des Alltags. Was hat das Dorf nicht alles gesehen? Doch selbst im kleinsten Dorf kann sich ein Drama von unvorhergesehener Größe abspielen.“
Eintritt 5€/3€

Montag, 6. bis Freitag, 31. März
diverse Orte & Zeite
Literatur: Berlin
Auch Prenzlauer Berg hat ein Literaturfestival! Literatur:Berlin versammelt in drei Wochen etliche tolle Autoren in der Gegend rund um die Kulturbrauerei, darunter Zsuzsa Bánk mit ihrem neuen Roman „Schlafen werden wir später“, Peter Wawerzinek mit „Bin ein Schreiberling“ oder Barbara Kenneweg „Haus für eine Person“. Außerdem wird der Literaturpreis Prenzlauer Berg verliehen und ein Debütantenabend bringt euch mit frischer Literatur in Kontakt!
Tickets ca. 10€

Dienstag, 7. März
Literarisches Colloquium, 20 Uhr
Lesung & Gespräch mit Hartmut Lange
Am 31. März wird Hartmut Lange 80 Jahre alt, ins LCB kommt er, um dort drei unveröffentlichte Texte zu lesen – „und um Auskunft zu geben über sein Leben, sein Werk und jene Gattung, der er seit Jahrzehnten treu bleibt: die Novelle. Als Erneuerer der Novelle wird Lange, der als Theaterautor in der DDR begann, seit Jahrzehnten gefeiert.“
Eintritt 8€/5€

Dienstag, 7. März
Literaturforum im Brecht-Haus
Urs Faes „Halt auf Verlangen. Ein Fahrtenbuch“
„Eine lebensbedrohliche Krankheit wird zum Motor des Erinnerns: an Kindheit und Herkunft, an Straßenbahnfahrten mit dem Vater und Kino mit der Jugendfreundin Mile, an Verlassenwerden in Paris und den Abschied von der Geliebten. Den möglichen Tod vor Augen, stellt Urs Faes‘ bislang intimstes, aus der autobiografischen Erfahrung geschriebenes Buch die Frage nach dem Gelebten und dem Versäumten. Gelingt der Sprung von der Krankheits- zur Zeitdiagnose?“
Eintritt 5€/3€

Mittwoch, 8. März
Literaturhaus Berlin
Lorenz Jäger: „Walter Benjamin. Das Leben eines Unvollendeten“
„Lorenz Jäger erzählt das Leben des außergewöhnlichen Intellektuellen: Er schildert Benjamins Kindheit in der Familie eines jüdischen Kunsthändlers, die Studienjahre in Freiburg und Berlin, wo die so anregende Freundschaft mit Gershom Scholem begann, die wechselhafte Beziehung zur Frankfurter Schule“ – bis zu seinem rätselhaften Selbstmord.
Eintritt 5€/3€

Donnerstag, 9. März
Literarisches Colloquium, 20 Uhr
Eva Menasse: Tiere für Fortgeschrittene
Erneut hat sich Eva Menasse mit Tieren beschäftigt: „Jahrelang hat die Autorin Tiermeldungen gesammelt, die ihr, wie umgekehrte Fabeln, etwas über menschliche Verhaltensweisen zu verraten schienen: Raupen, die sich ihr eigenes Grab schaufeln, Haie, die künstlich beatmet werden, Enten, die noch im Schlaf nach Fressfeinden Ausschau halten, Schafe, die ihre Wolle von selbst abwerfen.“ Ihr neues Buch stellt sie an diesem Abend vor.
Eintritt 8€/5€

Montag, 13. März
Großer Sendesaal des rbb (ausverkauft) – Live-Übertragung auf radioeins
Paul Auster: 4 3 2 1
Paul Auster ist wieder da, mit einem neuen und rätselhaften Roman: „die vierfach unterschiedlich erzählte Geschichte eines jungen Amerikaners in den fünfziger und sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts – ein Epos voll mit Politik, Zeitgeschichte, Liebe, Leidenschaft und dem wechselvollen Spiel des Zufalls.“ Diese Veranstaltung findet im LCB statt, ist aber seit längerem ausverkauft. Wer der Lesung dennoch lauschen möchte, kann das in der Live-Übertragung auf radioeins tun!

Mittwoch, 15. März
Literarisches Colloquium, 20 Uhr
Zaza Burchuladze: „Touristenfrühstück“
Zaza Burchuladze ist beides: Flüchtling und Tourist. „Zusammen mit seiner schwangeren Frau musste er nach einem tätlichen Angriff Georgien verlassen. Hier in Berlin kennt ihn niemand, also mischt er sich unter die Leute. Denn das Erzählen ist seine einzige Chance, sich auszuweisen. „Touristenfrühstück“ ist ein Flaneurroman, und hinter den Fassaden Berlins scheinen immer auch die Erinnerungen an Tbilissi durch“.
Eintritt 8€/5€

Samstag, 18. März
diverse Orte & Zeiten
Indiebook Day
Jedes Jahr im März möchte die Initiative hinter dem „Indiebookday“ darauf aufmerksam machen, dass es unzählige mit ganz viel Herzblut gemachte Bücher gibt – aus kleinen, unabhänigen Verlagen. Das heißt natürlich nicht, dass die „großen“ Verlage nicht auch unterstützt werden sollten, aber an diesem Samstag dreht sich alles um die „Alternative“. Wer mitmachen will, läuft in die nächste Buchhandlung und kauft sich ein Buch aus einem Indie Verlag (eine Liste findet sich auch auf der Homepage), macht ein Foto von sich und dem Buch und teilt das Ganze in den sozialen Medien! In der zauberhaften Buchhandlung „Ocelot, not just another bookstore“ wird es außerdem ab 13 Uhr ein kleines Fest zum Thema geben!

Montag, 20. März
Dussmann Kulturkaufhaus
Hanya Yanagihara: „Ein wenig Leben“
„Sie werden über dieses Buch reden wollen“, tönte der Hanser Verlag schon vor der Veröffentlichung des Romans „Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara. Seitdem ist das 900 Seiten starke Buch in aller Munde, viele sind angeekelt und fasziniert zu gleich. An diesem Abend stellt Yanagihara die Geschichte von Jude, Willem, Malcolm und JB vor, der deutsche Text wird von Kathleen Gallego Zapata gelesen.
Eintritt frei

Dienstag, 21. März
Literaturhaus Berlin
Der Frühling der Erinnerung
„An diesem Abend stehen drei AutorInnen aus Rumänien, Slowenien und Serbien im Mittelpunkt: Gabriela Adameşteanu erzählt eine moderne Emanzipationsgeschichte in Rumänien in den fünfziger Jahren. Drago Jančar erinnert an Slowenien in einer Nacht, kurz nach Neujahr 1944, in der eine Gruppe von Tito-Partisanen eine junge Frau entführt, und Dragan Velikić nimmt uns in seinem aktuell zur Buchmesse erscheinenden Roman mit auf die Reise in ein Land, eine Zeit und Menschen, die es nicht mehr gibt.  Die mehrfach im In- und Ausland ausgezeichneten Autoren erzählen, wie man auch in schwierigen Zeiten lieben und leben kann, und warum es ohne Erinnern keine Zukunft gibt. “
Eintritt frei

Dienstag, 21. März
Literarisches Colloquium, 20 Uhr
Lukas Bärfuss: „Hagard“
„Ein Mann, eben stand er während des Feierabendgedrängels noch am Eingang eines Warenhauses, folgt aus einer Laune heraus einer Frau. Er kennt sie nicht, sieht sie auch nur von hinten, aber wie in einem Spiel sagt er sich: Geht sie dort entlang, folge ich ihr nicht weiter; geht sie in die andere Richtung, spiele ich das Spiel noch eine kleine Weile mit.“ Lukas Bärfuss stellt seinen eindringlichen und leicht unheimlichen Roman vor.
Eintritt 8€/5€

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