Die Utopie des Netzes

Nicht erst seit dem die NSA ungewollt ins Rampenlicht getreten ist, ist klar: Wir müssen uns um dieses Internet kümmern. Die Berliner Festspiele tun dies mit der neuen Veranstaltungsreihe Netzkultur, die die Sicht von Kulturschaffenden in den Mittelpunkt rückt.

Drei Samstage im November, Januar und Februar stehen zur Verfügung, um – wenn nicht alle – so doch eine ganze Reihe der Facetten des Internets auszudiskutieren. Die Digitalisierung schreitet in Siebenmeilenstiefeln voran und zieht uns alle mit, sich ihr zu entziehen, ist nur schwer bis in vielen Fällen gar nicht möglich. Wie also können wir uns in dieser virtuellen Welt organisieren, sie nach unseren Wünschen formen und sie für unsere Zwecke nutzen?

Im Rahmen der Konferenz, die am Samstag, 30. November 2013 zum ersten Mal und unter dem Motto „Technologie-Evolution – Wo wir herkommen“ im Haus der Berliner Festspiele stattfindet, soll über die Auswirkungen, Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung gesprochen werden, und zwar mit einem besonderen Blick auf die Kunst- und Kulturszene. Welche Möglichkeiten bietet sie Künstlern und Künstlerinnen für ihre Arbeit? Welchen Stellenwert hat die virtuelle Vernetzung für die Kunstszene, und wird sie die Produktion in irgendeiner Form beeinflussen?

Den Auftakt macht um 13 Uhr Juli Zeh (bekannt geworden u.a. durch ihren Roman „Spieltrieb“), die im Sommer mit 20 weiteren SchriftstellerInnen einen offenen Brief an Angela Merkel schrieb, in dem sie eine „angemessene Reaktion“ auf die NSA-Affäre forderte. Bei „Netzkultur“ wird sie zum Thema „Einspruch! Technologie ist keine Naturgewalt!“ sprechen. Im weiteren wird Frank Schirrmacher einen Vortrag halten, es gibt eine Diskussion unter dem Titel „Computer und Kunst: Wer programmiert wen?“ sowie eine Twitter-Sprechstunde. Was das ist? Findet es heraus!

Die Veranstaltung „Netzkultur – Freunde des Internets“ findet am Samstag, 30. November von 13 Uhr bis Mitternacht statt. Ein Tagesticket kostet 20€ (inklusive Workshops, Konzerte, DJ), ein Ticket für die Konzerte und DJs kostet 10€.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.