Kippenberger!

Ausstellungsansicht im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, Berlin
Ausstellungsansicht im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, Berlin

Ausstellungsansicht im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin

Martin Kippenberger, enfant terrible des Kunstbetriebs, wäre in diesem Jahr 60 geworden. Das Schauspiel Köln fokussiert mit Kippenberger! Ein Exzess des Moments auf dessen Jahre im Köln der 1980er.

Was waren das für Zeiten: In den 80er Jahren war Köln DIE deutsche Stadt, in der man sich als Künstler unter seinesgleichen tummeln konnte, hier tobte das wilde Leben der Kunstszene inmitten der westdeutschen Spießigkeit, machten Galeristen großen Reibach. Mittendrin: Martin Kippenberger. Als er nach Köln zog, hatte er schon ein paar turbulente Jahre in West-Berlin hinter sich, wo er seine Rechnungen in der Paris Bar (wie viele andere) mit Kunstwerken bezahlte, Mitinhaber des legendären SO36 in Kreuzberg wurde und mit Gisela Capitain (heute erfolgreiche Galeristin in – genau – Köln) das „Kippenberger Büro“ gründete.

Wie bringt man das Leben eines unermüdlichen Künstlers, dem die Anerkennung seines Könnens zeitlebens verwehrt blieb, der für seine rasende Ungeduld bekannt und im Kunstbetrieb eine ganze Menge Feinde ansammelte, als Theaterstück auf die Bühne? Angela Richter, die immer schon an der Schnittstelle von Theater und Bildender Kunst gearbeitet hat, nimmt das Experiment auf sich und inszeniert ab dem 11. Oktober „Kippenberger! Ein Exzess des Moments“ im Depot. Sie kann sich dabei auf zahlreiche Gespräche mit Weggefährten des Künstlers stützen (ganz wie es Josephine von Perfall für ihre Publikation „Kippenberger & Friends“ getan hat) und hat zudem „alles gelesen [hat], was es über ihn und von ihm gibt“, wie sie in einem Interview mit dem Monopol-Magazin erklärte.

Begeben wir uns also auf eine Reise in das Köln der 80er, als die Kunstszene am Rhein pulsierte und ich gerade Laufen gelernt hatte…

Termine: 11. Oktober (ausverkauft), 13.10, 17.10., 21.10., 22.10., 27.10., 21.11., 29.11., 01.12. jeweils 20 Uhr – Karten kosten 18,70€.

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