Kulturtipp des Monats: Museumsnacht Berlin

musemsnachtFoto: © Kulturprojekte Berlin, Foto: Sergej Horovitz

Museumsnacht Berlin: Zweimal im Jahr öffnen die Berliner Museen bis spät in die Nacht ihre Türen. Am 19. August ist es wieder soweit – hier kommen meine Tipps! 

„Atemlos durch die Museumsnacht“ – Okay okay, entschuldigt bitte, falls ich euch einen Ohrwurm gemacht habe! Doch „atemlos“ passt als Begriff ganz gut, versucht man, in der Langen Nacht der Berliner Museen ALLES zu sehen und mitzunehmen – zum 20-jährigen Jubiläum der Veranstaltung sind nämlich 80 Häuser im ganzen Stadtgebiet beteiligt! Als kleine Inspiration für eure Wanderung durch die Museumsnacht habe ich meine Favoriten herausgesucht.

Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité
Gleich eine Warnung: Für schwache Nerven ist das Medizinhistorische Museum der Charité vielleicht eher nichts. Hier erfährt man allerlei rund um die Geschichte des wichtigsten Krankenhauses Berlins – und bekommt mit etlichen „eingelegten“ Körperteilen eine ganze Menge Anschauungsmaterial. Ein bisschen gruselig also, aber definitiv immer einen Besuch wert!
Anfahrt: Hauptbahnhof

Archenhold-Sternwarte
Die älteste und größte „Volkssternwarte“ befindet sich im Treptower Park und eignet sich natürlich in einer „langen Nacht“ besonders gut, um durch das riesige „Linsenfernrohr“ in den Himmel zu schauen. Und gerade im August sollen ja besonders viele Sternschnuppen zu sehen sein!
Anfahrt: 166, 265, Bus 165, N65

Museum der Unerhörten Dinge
Habt ihr schon einmal das Fell eines der letzten Bonsai-Hirsche aus dem Kloster Myken Vhu, die Goethe-Rose oder den Einschlag eines Gedankenblitztes gesehen – Nein? Dann wird es Zeit, einmal im Museum der Unerhörten Dinge vorbeizuschauen. Mehr wird nicht verraten!
Anfahrt: 104, 106, 187, 204, Bus M48, M85, S1, U7

Museum in der Kulturbrauerei
All die, denen das DDR-Museum etwas zu sehr durch die rosarote Brille der Ostalgie schaut, sind mit dem Museum in der Kulturbrauerei besser beraten: Hier wird auf 600 Quadratmetern der Alltag in der DDR gezeigt, aber nach meinem Gefühl weniger verklärt (organisiert wird das Ganze nämlich von der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn) und mit vielen Ton- und Filmaufnahmen.
Anfahrt: M10, M12, Tram M1, U2

Stasi-Museum
Nochmal das Thema DDR, über das man gar nicht genug lernen kann, denke ich: Das Stasi-Museum befindet sich in den Räumlichkeiten in Lichtenberg, in denen die Stasi auch tatsächlich von 1950-90 ihre Machtspielchen spielte und die Bevölkerung abhörte. Dauer- und Sonderausstellungen informieren über die Methoden und Mittel der „VEB Horch und Guck“.
Anfahrt: U5

Wie der Name schon sagt: Hier gibt es lauter Dinge zu sehen! Allerdings nicht so viele „unerhörte“, wie in dem oben erwähnten Museum, sondern viele altbekannte! Das Museum sammelt Produkte aus dem ganzen letzten Jahrhundert bis heute – vieles davon kennt man, doch ein paar Überraschungen gibt es auch! (Vor einiger Zeit habe ich das Museum bereits in meine „Zu Besuch in…“-Reihe aufgenommen)
Anfahrt: Bus 140, U1, U8

Das schöne an Veranstaltungen wie der Museumsnacht ist ja vor allem: Man braucht nur ein Ticket und kann dann rein- und rausschneien, wo und wann man möchte! In diesem Fall kostet euch der Spaß 18,-€ (10,-€ ermäßigt), kaufen könnt ihr den Freifahrtschein in allen teilnehmenden Museen oder an den Automaten der BVG und der S-Bahn. Geöffnet haben die Häuser am Samstag, 19. August von 16 – 2 Uhr morgens (teilweise nur bis 24 Uhr) und es gibt einen Shuttle-Service, der euch von Haus zu Haus bringt!

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