„Nun sag, wie hast du’s mit der Kultur?“ – Notes to herself

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Notes to herself“ heißt der Blog der Wahl-Leipzigerin Lina – zum Glück schreibt sie aber nicht nur für sich selbst, sondern lässt uns an ihren Gedanken und Ideen teilhaben. Mit mir hat sie über ihre Inspirationen gesprochen und natürlich die „Gretchenfrage“ beantwortet.

Liebe Lina, du bloggst auf „Notes to herself“ über „Wanderlust, Lifestyle, Feminismus und Medien. Eine ziemlich wilde Mischung! Wann und wie bist du auf die Idee gekommen, einen eigenen Blog zu starten?
2010 habe ich ein Auslandssemester in Argentinien gemacht und wollte Bilder und Erlebnisse irgendwie festhalten – für mich ebenso wie für Familie und Freunde. Die Zeit in Südamerika verging, die Lust am Bloggen blieb. Mit der Zeit habe ich mich auf diese vier Themen festgelegt – einfach weil die mich am meisten interessieren und ich Spaß daran habe, ernste und heitere Themen zu verbinden.

Wo holst du dir deine Inspiration für neue Blogposts? Wie findest du deine Themen?
Ganz ehrlich? Meist stehe ich unter der Dusche, wenn mir ein Thema einfällt – so klischeemäßig wie das auch klingt. Dann überlege ich mir meist auch gleich ein ganzes Konzept für den Artikel. Ansonsten hole ich Inspiration aus Musik, aus Gesprächen mit Freunden oder aus Bildern. Eigentlich aus allem, was mich tagtäglich umgibt und was mir widerfährt.

Am liebsten mag ich deine Kategorie „Schöne Aussicht“, in der du frei von der Leber weg von deinen Erfahrungen mit dem Leben erzählst. Wie bist du auf die Idee dazu gekommen?
Ich stehe gerade kurz vor dem Bachelor – da stellt sich unweigerlich die Frage, was als nächstes kommt. Waren meine letzten drei Jahre mehr oder weniger durchgeplant, so habe ich jetzt die Möglichkeit, mich völlig neu zu orientieren. Diese Möglichkeit möchte ich so gut nutzen, wie es geht – und andere an meinen Entscheidungsprozessen teilhaben lassen. Idealerweise bereichern wir uns gegenseitig mit neuen Ideen – das fände ich toll.

Fotos: Notes to herself

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Letztes Jahr hast du die wundervolle Blogparade „Stadtgefühle“ ins Leben gerufen (an der ich auch teilgenommen habe). Du selbst bist auch in zwei Städten zuhause, Hamburg und Leipzig: Was unterscheidet diese beiden Städte für dich?
Als ich aus Hamburg wegging, war ich irgendwie gesättigt. Nach 24 Jahren in der Heimatstadt muss auch mal was Neues her. Wo Hamburg erwachsen und auswendig gelernt war, war Leipzig irgendwie offener. Hier scheint noch so viel möglich zu sein und ich glaube, dass die Stadt noch ein großes kreatives Potential hat. Sie ist unfertiger. Nach zweieinhalb Jahren ohne Hamburg fängt die Hansestadt aber auch wieder an, spannender zu werden. Außerdem ist Hamburg einfach Heimat. 🙂

Du hast für ein paar Tage Besuch in Leipzig und dieser möchte unbedingt ein paar interessante kulturelle Orte besuchen. Was empfiehlst du ihm?
Idealerweise ist es das Wochenende, an dem der Rundgang der Baumwollspinnerei stattfindet, wo wir ganz entspannt durch Galerien und die Ausstellungen streifen können. Danach gucken wir einen guten Film im Programmkino naTo. In der Wärmehalle Süd könnten wir abends zu einem Konzert gehen und mit ein paar Bier versacken.

Kommen wir jetzt zur Gretchenfrage: „Nun sag, wie hast du’s mit der Kultur?“ Welche Rolle spielt sie in deinem Leben?
Eine große Rolle – in allen Formen. An der Frequenz arbeite ich noch – momentan lässt es die Zeit leider nicht zu, dass ich so aktiv bin wie ich es gerne wäre. Sonntage in Ausstellungen machen mich glücklich und ein gutes Buch schafft das sowieso immer!

Fotos: Notes to herself

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Welche Ausstellung hast du als letztes besucht und welche möchtest du unbedingt noch sehen?
Ich weiß nicht, ob das streng genommen als Ausstellung zählt, aber ich finde schon: Sandra und Katharina vom Blog Viertelrausch haben einjähriges Bestehen gefeiert und eine Party geschmissen – zu der Gelegenheit waren die schönsten und bewegendsten Bilder und Zitate aus den Artikeln der letzten zwölf Monate ausgestellt. Es ist immer noch etwas ganz anderes, die Bilder in echt und nicht nur auf dem Bildschirm zu sehen.
Wenn ich in diesem Monat noch nach Berlin komme, möchte ich auf jeden Fall in die Anton Corbijn-Ausstellung.

Werfen wir einen Blick auf dein Bücherregal: Hast du deine Bücher nach einem bestimmten System sortiert oder liegen sie kreuz und quer durcheinander?
In meiner Wohnung liegen sie kreuz und quer. Immer das aktuelle Buch auf dem Nachttisch, dann ein paar schöne Bücher auf dem Sofatisch und im Bücherregal habe ich auch keine bestimmte Ordnung. Der überwiegende Teil meiner Bücher ist jedoch noch bei meinen Eltern – ich hole sie Stück für Stück nach.

Welcher Roman oder welches Sachbuch liegt ganz oben auf dem „Will ich lesen“-Stapel?
Ich würde gern als nächstes „The Travel Episodes“ von Johannes Klaus lesen. Ich liebe Reisereportagen und habe eigentlich immer Fernweh.

Gibt es ein Zitat, einen Aphorismus oder eine Redewendung, die besonders gut zu deiner Lebenseinstellung passt?
Sei gut zu dir – das ist eine Weisheit, die ich auch noch mehr umsetzen muss. Aber ich versuche zumindest, mich jeden Tag daran zu erinnern, nicht zu hart mit mir zu sein und mir auch mal auf die Schulter zu klopfen.

Vielen lieben Dank!

Lina findet ihr natürlich auf ihrem Blog „Notes to herself“, sowie auf Facebook & Twitter und auf Instagram.
Hier geht es außerdem zu der Aktion „Stadtgefühle“ und meinem Beitrag dazu.

1 Kommentare

  1. Pingback: The Travel Episodes - Geschichten von Fernweh und Freiheit · notestoherself

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