-beendet! – Plastikfreie Verlosung: „Ohne wenn und Abfall“

Abfall

Müll vermeiden kann jeder! Milena Glimbovski gibt mit „Ohne Wenn und Abfall“ einen Einblick in die Geschichte von „Original Unverpackt“ plus praktische Tipps. Ein Exemplar gibt es zu gewinnen!

Ökologisch korrekt zu leben, ist nicht einfach: Kein Fleisch essen, am besten gleich vegan leben, regional, saisonal und natürlich bio, Nachhaltigkeit und Zero Waste. Vor der schieren Flut an Anforderungen, die damit verbunden sind, habe ich bisher immer kapituliert, zu mehr als möglichst saisonal Einkaufen im Bioladen hat es bei mir lange nicht gereicht. Doch man muss gar nicht gleich von null auf tausend Prozent, sondern kann auch klein anfangen: Zum Beispiel, in dem man auf plastikfrei umsteigt oder, noch einen Schritt kleiner, anfängt, Verpackungsmüll zu reduzieren.

Hah, das ist leichter gesagt als getan, richtig? Aber es geht. Doch der Anfang ist hart, dass weiß auch Milena Glimbovski: Sie ist nicht nur die quirlige Gründerin des ersten Original Unverpackt“ Ladens, den es in Berlin-Kreuzberg gibt, nun hat sie auch noch ein Buch namens „Ohne wenn und Abfall. Wie ich dem Verpackungswahn entkam“ geschrieben!

Wann hat unsere Gesellschaft den Punkt erreicht, an dem der Aufwand, Erdöl aus dem Boden zu gewinnen, in einer Raffinerie zu verarbeiten, in Plastik umzuwandeln und in die Form eines Löffels zu gießen, diesen dann in die Läden transportieren zu lassen, um ihn dort zu kaufen und nach Hause zu bringen, eher in Kauf genommen wird als der Aufwand, seine verdammten Löffel einfach abzuwaschen? Wo sind wir Menschen falsch abgebogen?

In den Medien ist es in letzter Zeit immer häufiger zu sehen: Riesige Teppiche aus Plastik in den Weltmeeren, verendete Fische und Vögel, deren aufgeschnittene Bäuche Unmengen an Müll preisgeben. Schuld daran ist nicht das Plastik an sich – sondern unsere Gemütlichkeit. Milena Glimbovski beschloss – und da war sie zarte 22 Jahre alt – daran etwas zu ändern.

abfall

Foto: Original Unverpackt

Das geschah relativ planlos und ohne viele Kenntnisse darüber, wie man einen Laden eröffnet geschweige denn, einen Laden mit unverpackten Lebensmitteln. Das Hygieneamt schlug dann auch Alarm, doch aus allem kann man lernen – und im Rückblick ergibt es ein paar lustige Anekdoten, die Milena in ihren Text hat einfließen lassen. Vom leichten Schmunzeln bis hin zu ernsthaften Lachtränen ist in diesem Buch alles möglich!

Doch die Autorin, die nicht nur Inhaberin des OU-Ladens auf der Wiener Straße ist, sondern auch den Jahrekalender „Ein guter Plan“ mit etlichen charmanten Tipps zur Achtsamkeit vertreibt (dieses Wort habe ich eigentlich längst über, mache aber für diesen wirklich wundervollen Kalender eine Ausnahme!), erzählt uns nicht nur ihre Unternehmensgeschichte, sondern geht danach gleich in medias res: Wie kann jeder von uns anfangen, Abfall zu vermeiden?

Wie eingangs schon erwähnt, bedeutet das nicht: Ab morgen dürft ihr keinen Müll mehr produzieren. Wie um Himmels Willen sollte man das auch bewerkstelligen? Mit handfesten Tipps erklärt Milena, wie man sich eine „Capsule Wardrobe“ zusammenstellt (33 Teile aus dem Kleiderschrank müssen für die nächsten drei Monate reichen), seine Küche auf „Zero Waste“ umstellt und auch beim Einkauf unterwegs keinen Müll produziert oder seine eigene Kosmetik herstellt. Letzteres habe ich noch nicht ausprobiert, doch bei dem Gedanken daran, mir Mikroplastik, Erdöl und Silikon ins Gesicht zu schmieren, wird mir nun auch etwas komisch!

Abfall

Und jetzt mal Butter bei die Fische, wie „Zero Waste“ lebt Fräulein Julia?

Achte ich im handelsüblichen Supermarkt (und im Bio-Supermarkt ist es nur geringfügig weniger) auf den Anteil an Plastikverpackungen, möchte ich am liebsten schreiend wieder rausrennen. Das ist ja ein Kampf gegen Windmühlen! Doch man kann wie gesagt im kleinen beginnen. Ein paar alltagstaugliche Tipps, mit denen ich angefangen habe:

– Einen Jutebeutel oder ein Einkaufsnetz nutze ich schon lange, seit einer Weile habe ich außerdem stets Baumwollbeutel in verschiedenen Größen dabei, in die man Obst & Gemüse und andere lose Lebensmittel füllen kann. Die Säckchen gibt es entweder im Unverpackt-Laden oder man näht sie sich ganz fix selbst

– Ich kaufe Obst, Gemüse und Brot stets frisch auf dem Wochenmarkt und Grundnahrungsmittel bei Original Unverpackt

– Alle Grundnahrungsmittel wie Reis, Linsen, Hirse und Nudeln, aber auch Chia-Samen, Haferflocken, Mehl und Xucker (Birkensüße) habe ich in verschließbaren Weckgläsern untergebracht. Die sind teilweise eingekauft, andere haben in ihrem früheren Leben Marmelade oder Erbsen transportiert. (Positiver Nebeneffekt: Lebensmittelmotten haben hier keine Chance!)

– Für gewöhnlich trinke ich meinen Kaffee zuhause oder nehme mir die Zeit und setze mich ins Café. Falls mich der Kaffeedurst unterwegs erwischt, hilft mein wiederverwendbarer Kaffee-zum-mitnehmen-Becher über unnötigen Müll hinweg. Gib’s zum Beispiel hier. Für Wasser benutze ich (noch) eine spülmaschinenfeste Plastikflasche, die ich demnächst durch eine aus Edelstahl ersetzen möchte. Gleiches gilt für meine Tupperdosen, auch hier werden Edelstahl-Brotdosen übernehmen

– Erst kürzlich habe ich entdeckt, dass es Spülschwämme gibt, die man bei 60°C in die Wäsche werfen und wiederverwenden kann. Ich bin großer Fan. Meine Spülbürsten sind aus Holz und haben austauschbare Bürsten-Köpfe.

– Statt Duschgels mit zweifelhaften Inhaltsstoffen greife ich mittlerweile auf Seifen zurück. Die halten lange, duften gut (und was für eine riesige Auswahl es gibt!) und kommen gänzlich unverpackt

Und jetzt ihr: Es gibt etwas zu gewinnen!

Weil man das Buch in einem Rutsch durchlesen kann, es danach noch ein zweites und drittes Mal tun möchte, bevor man seine Küche ausmistet, verlose ich ein Exemplar von „Ohne wenn und Abfall“!* Du willst das Buch gewinnen?

Alles, was du dafür tun musst: Hinterlasse mir bis Sonntag, 5. November, 22 Uhr einen Kommentar mit gültiger Email-Adresse!** Wie versuchst du, Plastik oder Verpackungsmüll in deinem Leben zu verringern oder lebst du bereits zero waste? Welche Tipps haben sich für dich als praktisch erwiesen?

Gewonnen hat…. tatatata… Katrin Geigenberger!

Herzlichen Glückwunsch, ich melde mich bei dir!

——————————————————————————————-
Milena Glimbovski

„Ohne wenn und Abfall. Wie ich dem Verpackungswahn entkam“
KiWi, 2017
Taschenbuch, 304 Seiten, 12,99,-€

* Herzlichen Dank an Milena bzw. den KiWi-Verlag für die Bereitstellung eines Exemplars zur Verlosung!
**Der oder die Gewinnerin wird in den Tagen danach per Email von mir benachrichtigt. Und weil es zum Thema gehört: Für den Versand des Buches verwende ich einen bereits gebrauchten Versandumschlag. Im Idealfall (kommt auf die Wurfkraft der Post an) kann er im Anschluss ebenfalls weiterverwendet werden!

 

20 Kommentare

  1. Ich versuche es ähnlich wie du zu machen – Stoffbeutel nutzen, Grundnahrungsmittel verpackungsfrei kaufen oder zumindest in Papierverpackung (geht prima über den MeinMüsli-Versand!), Seife statt Duschgel/Shampoo. Brot backen wir selber, Gemüse kommt unverpackt von der landwirtschaftlichen Genossenschaft. Wir werden immer besser, aber vielleicht hat das Buch noch ein paar weitere Tipps parat?!

  2. Tolle Review zu dem Buch. Ich würde es nun unglaublich gerne lesen. Ich habe in meinen Alltag schon alu- und Frischhaltefolie durch so wiederverwendbaren wachstücher ersetzt, eine keep Cup für Getränke auf reisen, brotbüchse und versuche auf dem Markt einzukaufen und viel weniger Kleidung zu kaufen und da auch mehr auf Qualität zu achten, außerdem recycle ich Zeitungen zu biomülleimern 🙂 und im
    Badezimmer nutze ich feste Seifen anstatt Duschbad/Shampoo. Small steps towards zero waste 🙂
    Müll und im speziellen Plastikmüll zu vermeiden, ist schon länger eine Aufgane für mich, leider ist es doch nicht immer so leicht, vor allem beim Reisen. Deshalb bin ich super gespannt auf das Buch.

  3. Ich habe angefangen meine Beutel zum einkaufen selbst zu nähen, dies meist aus alten Baumwoll-Stoffen (T-Shirt usw.). Des weiteren kaufe ich auf dem Wochenmarkt mein Obst und Gemüse und benötige so keine weiteren Verpackungen. Im Haushalt verzichte fast komplett auf Plastik -alte werden noch benutzt. Es gibt aber nur noch neue Glas-Aufbewahrungen. Statt der Plastik- togo-kaffeebecher nutzte ich einen aus Keramik.

  4. Salut! Ich mache es ganz ähnlich wie du:
    – Jutebeutel
    – Seife statt Duschbad
    – seit ein paar Tagen festes Shampoo aus der Uckermark (Großartig! Und ohne Plastik!)
    – Obst und Gemüse vom Wochenmarkt oder im Supermarkt zumindest die Sachen kaufen, die ohne Plastik kommen
    – Kaffee nur Zuhause (da ist er soundso am besten)
    – Alu- und Frischhaltefolie verwenden wir schon seit Jahren nicht

    Vor ein paar Tagen habe ich auch zum 1. Mal selbst Deo hergestellt. Megaeinfach und sehr zuverlässig (Ich war sehr skeptisch…).

    Unsere schlimmste Müllquelle sind Tetrapacks von Hafermilch. Es ist mir bisher nicht gelungen, eine leckere, nicht grieselige, nicht schleimige Variante selbst herzustellen.

    Dass, was wir machen, tut überhaupt nicht weh, und ich frage mich, wieso ich das nicht schon viel früher begonnen habe. Und vielleicht finde ich im Buch ja noch mehr Tipps, auf die ich noch gar nicht gekommen bin und die ebenso einfach zu realisieren sind…

    Liebe Grüße und noch einen schönen Feiertag!

    • Liebe Romy,
      das klingt interessant – was ist denn „festes“ Shampoo? Wie funktioniert das? Ich bin neugierig und im Sommer völlig begeistert auf den DIY-Kosmetik-Zug aufgesprungen.
      Einen schönen Abend & liebe Grüße
      Jana

      • Hallo Jana,

        ich kannte bislag nur Shampooseifen, mit denen ich überhaupt nicht zurecht kam. Da wurden meine Haare total klebrig und eklig.

        Vor 2 Wochen bin ich auf folgende Seite gestoßen:
        https://www.naturseifen-manufaktur.de/

        Dort habe ich gleich mal 3 feste Shampoos bestellt. Die sind genau wie flüssige, aber eben fest – und sie sind nicht mit Haarseifen vergleichbar.

        Die Solidshampoos werden in einer kleinen Außenverpackung und ohne Plastik geliefert. Die einzelnen Shampoos kommen in einer hübschen Pappverpackung oder wahlweise in einer Aluschale (Ich habe sie in Pappe bestellt).

        Ich habe bisher 2 der 3 festen Shampoos verwendet. Beide sind absolut großartig! Man muss das Stück einfach über das nasse Haar reiben. Schäumen gut, lassen sich leicht auswaschen, Haare glänzen und lassen sich leicht kämmen. Normalerweise wasche ich meine Haare jeden oder jeden 2 Tag. Mit den festen Shampoos konnte ich sogar 3 Tage warten, ohne dass ich irgendwie anders aussah. Bin absolut begeistert und werde da immer wieder bestellen.

        Man kann übrigens verschiedene Größen wählen. Ich habe mich für die jeweils kleinste entschieden (30g), da reicht ein Stück wohl so um die 30 oder 40 Wäschen. Ich habe jede der beiden Seifen bisher 3-5 Mal verwendet, und man sieht noch keine Abnutzung.

        • Fräulein Julia

          Liebe Jana, das ist absolut super – ich wollte nämlich auch fragen, wie du mit Haarseifen zurecht kommst! Bei mir wurden die Haare ebenfalls total strähnig, so dass ich wieder auf normales Shampoo umgestiegen bin. Aber das hier klingt nach einer guten Alternative! 🙂

          • Ist es wirklich. Ich dachte einfach, ich investiere jetzt mal 17 Euro, vielleicht klappt es, sonst geb ich auf. Zum Glück.

            Ich habe übrigens das Karite-, das Zitronen- und das Kräuter-Shampoo bestellt, die ersten beiden ausprobiert, die kann ich schonmal empfehlen, falls du vor lauter Angebot nicht weißt, was du nehmen sollst.

        • Liebe Romy,
          das ist ja großartig – vielen, vielen Dank für den wertvollen Tip!! Das probiere ich aus. Du bist die geborene Verkäuferin ;o)
          Alles Liebe in die Runde und einen fröhlichen Tag
          Jana

          • Haha, find ich gar nicht, aber ich glaube, ich bin einfach so happy mit diesem Shampoo, dass ich ungeahnte Fähigkeiten entwickle. Hoffe, dir gefällt es auch!

  5. Einen Unverpackt-Laden gibt es in meiner Nähe nicht. Dennoch habe ich die vielen Verpackungen und, noch schlimmer, die Verpackungen in Verpackungen schon lange satt und kaufe müllfrei, soweit es ein herkömmlicher Supermarkt hergibt. Im Rucksack und im Auto habe ich stets einen Satz Taschen bereitliegen, damit ich gar nicht erst eine Tüte kaufen muss. Bei Obst und Gemüse greife ich zu losem Obst und wenn ich mal keinen passenden Beutel dafür da habe, lege ich die Waren eben komplett lose auf das Kassenband – gewaschen wird es ja ohnehin noch. Brot und Brötchen lassen sich auch einfach statt in die bereitgestellten Tüten in Stofftüten packen. Letztendlich lautet mein Motto: Wo die Möglichkeit gegeben ist, greife ich zu der Variante, die am wenigsten Müll produziert. Aber ich bin sicher, dass ich noch viel lernen kann, viele Tricks noch nicht kenne und meinen Alltag mit diesem Buch ein Stück weit müllfreier gestalten könnte.

  6. Ich habe viel von zu Hause übernommen, meine Mutter hat schon immer mit Einkaufskorb oder Stofftasche eingekauft um Plastikmüll zu vermeiden oder frische Sachen am Wochenmarkt eingekauft. Außerdem versuche ich möglichst auch beim Einkaufen im Supermarkt Plastikverpackungen z. B. bei Obst und Gemüse zu vermeiden.

  7. Weil ich noch bei meinen Eltern wohne und da natürlich nicht alles umschmeißen kann, muss ich leider sagen, dass ich noch nicht viel umsetze. Das möchte ich aber unbedingt ändern, wenn ich ausziehe.
    Eine Kleinigkeit, die ich trotzdem machen kann, ist zum Beispiel keine Plastiktüten zu nutzen, weder zum Einkaufen noch um Essen mitzunehmen. Wirklich schade finde ich aber, dass es diese Unverpackt-Läden so selten gibt. Im normalen Supermarkt ist es ja wirklich unmöglich, müllvermeidend einzukaufen. Aber ich bin immer dankbar für Tipps und werde mich auf jeden Fall noch mit dem Thema beschäftigen!

    Liebe Grüße,
    Jacqueline

    jacquy.netten@yahoo.de

  8. Ich habe auch immer Beutel dabei um Plastiktaschen zu vermeiden.
    Beim Einkaufen Versuche ich ebenfalls Plastikverpackungen zu vermeiden und ärgere mich über die viele unnötige Verpackung.
    Getränke kaufe ich weitgehend in Glasflaschen. Zu Hause trinke ich auch viel Leitungswasser.
    Wo es geht versuche ich Plastik auszutauschen.
    Insgesamt könnte ich sicher noch viel mehr tun, die Umsetzung fällt mir oft aber noch schwer. Vielleicht wird es ja nach der Lektüre des Buchs besser, das steht nämlich schon eine Weile auf meiner Wunschliste.

  9. Tanja Hammerschmidt

    bei uns (meinem sohn und mir) wird sehr auf die umwelt geschaut.. wir nehmen nur papiertüten und verwenden die öfter… nur wiederverwertbare flaschen…. brotzeit für die schule, in brotdosen und nicht in unnützen tüten verpackt… auch beim einkaufen zb. beim metzger, möchte ich nicht jede sorte in ein papier, sondern alles zusammen und zuhause kann man es in aufbewahrungsdosen sortieren… ja auch sammeln wir beim gassi gehen, mit den hunden, flaschen und dosen, die andere leute einfach liegen lassen… man kann sich nicht vorstellen, wieviel geld man einfach wegwirft… aber naja
    deine verlosung ist wirklich toll und würde mich sehr über den gewinn freuen
    lg limettenfreundin@gmx.de

  10. Liebe Julia, guten Abend,
    und ganz herzlichen Dank für die Einladung zum Gewinnspiel. Ich würde mich freuen, wenn ich im Lostöpfchen lande.
    Was tue ich denn Gutes für die Umwelt, fangen wir mal an: Für meine Gemüse-Einkäufe benutze ich seit Wochen eine kleine Tüte, in die ein Büromaterialkatalog verpackt war. So hat sie mehr getan, als nur Schutzhülle für einen ohnehin nicht benötigten Artikel zu sein. Und wenn diese Tüte nicht mehr kann, rette ich eine andere vor dem Abfall. Sie ist nun mal da! Was mit dem Katalog passiert, ist auch Ehrensache, wir zerstückeln ihn und schützen empfindliche Fracht vor Zerstörung.
    Ich trinke daheim Leitungswasser, das ich filtere und abkoche und für unterwegs fülle ich meinen Tee seit Jahren schon in einen stabilen Becher, den ich manchmal auch ins Kino schmuggel und so auch dort „Leergut“ vermeide.
    Ich fahre mit dem Rad – jeden Tag, Sommer wie Winter – außer bei Blitzeis. Mein Rad habe ich gebraucht gekauft, es vor dem Sperrmüll gerettet und liebevoll im kleinen PrenzlBerger Fachhandel veredeln lassen und verkehrssicher gemacht. Ähm, gehört das überhaupt zu Deinem Thema?
    Meine Kleider und Schuhe pflege ich absolut penibel, habe so länger Freude daran, muss nicht jede Woche zwei Maschinen waschen und auch nur selten neue Sachen shoppen – was regelrechte Aggressionen auslöst. Auch Versandhäuser mit ihren überdimensionierten Versandverpackungen meide ich. Ein Trauerspiel, was da jeden Tag durchs Land geschickt wird an Plastik und toten Bäumen – und dann geht’s gleich wieder Retour, weil das Pink nicht grell genug ist und man ja drei Größen auf einmal bestellen und zwei gleich wieder unfrei zurückschicken kann. Unfrei? Weit gefehlt!
    Ich kaufe auch keine Mini- oder Single-Abpackungen – nicht von Süßigkeiten und auch nicht den Mini-Rotkäppchen-Sekt und auch keine Kosmetik-„Reisegrößen“ – der größte Unfug in meinen Augen und nicht mal erklärbar mit „Passt doch alles so schön in den Adventskalender.“ Meine Abneigung gegen alles Unsinnige, alles Überflüssige und Umweltbelastende geht auch in den Geschenke-Bereich. Ich mache es jetzt so, wie Mami ganz früher immer sagte, als wir sie großzügig fragten, was sie sich von unseren 4 Mark Taschengeld zum Geburtstag wünscht. „Etwas Selbstgemachte wäre toll. Bastelt mir einfach was Schönes“. Also bastel ich heutzutage für alle. Ich schreibe z. Bsp. Kochrezepte, bebildere sie phantasievoll, ein Spruch dazu und eine Einladung zum Essen, eine recycelte Schleife drum und fertig – persönlicher gehts gar nicht.
    Wenn wir mal schauen, brauchen wir alle viel – viel – weniger Klimbim, als wir denken. Also erst mal schauen, was habe ich noch in den Tiefen meiner Schränke, was davon brauche ich noch. Wem könnte es nützen, wenn ich es nicht mehr brauche. So vermeiden wir volle Tonnen und am Ende sind alle froh.
    Im Sommer habe ich das erste Mal ein Deo im Selbstversuch hergestellt. Mein Fazit: Es funktioniert! Es macht Spaß! Ich habe ein gesundes Produkt mit bekannter und sehr überschaubarer Zutatenliste und ich vermeide Müll und Treibhausgase.
    Es geht immer noch mehr, es ist ein tägliches Lernen und Studieren, daher vielen, vielen Dank an alle Kommentatoren für Eure Tips.
    Einen schönen Abend in die Runde und liebe Grüße aus Berlin
    Jane

    • Fräulein Julia

      Das sind schöne Anregungen, danke dir! Einiges davon setze ich auch schon um. Die nächste Hürde: Meinen Geburtstag feiern und allen Gästen vorher sagen, dass ich eigentlich alles habe und dass sie, wenn sie mir doch ewtas schenken möchten, möglichst auf Verpackung verzichten sollen… Mal sehen, ob das klappt!

      • Liebe Julia,
        das wird klappen – Du hast anständige Argumente.
        Die meisten Menschen verwechseln es mit Bescheidenheit oder Scham, wenn man sagt, man möchte keine Geschenke. Erkläre genau, warum Du nichts möchtest, oder schreib‘ es direkt in die Einladung – verbunden mit dem Hinweis, dass gemeinsam verbrachte Zeit das weltbeste Geschenk ist. Setze drei Ausrufezeichen dahinter. Und sei konsequent – wer ein Geschenk mitbringt und es üppig verpackt, muss nach der Party aufräumen. ;o)
        Alles Liebe und schon mal ein richtig schönes Wochenende
        Jana

  11. Kathrin Geigenberger

    Liebe Julia,
    Mich quälen auch schon seit langer Zeit große Gewissensbisse, wenn ich mich in der Wohnung oder beim Einkaufen umsehen. ÜBERALL lauert der Plastikmüll! Wenn man genau darauf achtet, kommt es einem vor, als kämpfe man gegen Windmühlen. Aber mein Motto lautet daher: in kleinen, vielen Schritten näher an ein möglichst Plastik freies Leben. Das soll aber nicht bedeuten, dass man alles wegwirft, was aus Plastik ist, sondern es dann ersetzt, wenn es das zeitliche segnet. Andere Gebrauchsgegenstände, die man häufig nach kauft, können bzw. müssen schnellst möglichst ersetzt werden.
    Was mache ich bereits? Ich verbanne grad alle Plastikverpackungen aus dem Bereich Dusche (Haarseife statt Shampoos, normale Seife statt Duschgel, Peeling selbst gemacht aus Öl-Salz oder Öl-Zucker, Essigrinse statt Spülung, …). Cremes jeglicher Art werden durch Kokosöl ersetzt. Als nächstes fliegen die Wattepads und die Wattestäbchen raus… In der Küche gibt’s ab nächster Woche keine Plastikschwämme (➡ Luffagurke) und Frischhaltefolie (➡ Bienenwachstücher) mehr. Alufolie ist eh schon lange weg.. usw.
    Ich setze mir zur Zeit das Ziel, jede Woche zwei Plastikalternativen zu suchen…
    Viele plastikfreie Grüße
    Kathrin

    • Liebe Kathrin,
      das ist eine großartige Mission! Da nehme ich auch ganz viel Inspirationen mit.
      Und an alle hier im Kommentar-Verlauf: Es ist eine wunderbare Ideensammlung entstanden, wie wir Plastik und generell den Müllbergen den Kampf ansagen können. Es ist möglich, anders zu leben – toll, dass es so viele Querdenker gibt
      Liebe Julia, danke für diesen wichtigen Beitrag und dass Du so ein wichtiges Thema in der Öffentlichkeit angestoßen hast.
      Alles Liebe und ein schönes Wochenende
      Jana

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.